{"id":1586,"date":"2020-01-24T07:12:24","date_gmt":"2020-01-24T07:12:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1586"},"modified":"2021-02-05T09:53:16","modified_gmt":"2021-02-05T09:53:16","slug":"positive-beispiele-eine-kleine-sammlung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1586","title":{"rendered":"Positive Beispiele &#8211; eine kleine Sammlung"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf dieser Seite sollen in loser Reihenfolge und ohne jeden Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit konkrete Beispiele f\u00fcr Entwicklungen, Projekte und Ans\u00e4tze weltweit aufgegriffen werden, die zeigen, dass innerhalb unserer krisenhaften Entwicklung M\u00f6glichkeiten und Chancen bestehen und verwirklicht werden k\u00f6nnen, die zur Trendwende beitragen k\u00f6nnten. Hin zu einem Trend, die Erde f\u00fcr den Menschen  und seine Mitgesch\u00f6pfe als das bewohnbar zu behalten, was sie ist: Eine wundersch\u00f6ne,  auch bedrohliche doch immer zum Erleben, Staunen und Sch\u00fctzen herausfordernde und beh\u00fctende Heimat.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz bewusst wird ein Projekt aus Afrika hier vorangestellt. Denn in Afrika s\u00fcdlich der Sahara entscheidet sich ein guter Teil der Zukunft unseres Menschenkollektives &#8211; hinsichtlich der Bev\u00f6lkerungsfrage, hinsichtlich der gerechten Verteilung der G\u00fcter der Welt, hinsichtlich eines weltumspannenden WIR.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Madikwe &#8211; Wildtiere und Menschen in S\u00fcdafrika<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine Utopie bekam die Chance der Verwirklichung: <\/p>\n\n\n\n<p>Wo vorher Ziegen und Rinder lokaler Kommunen die Tendenz zur Verarmung kaum stoppen konnten, und wie in anderen Gebieten ein Konflikt zwischen k\u00e4rglicher Landnutzung und Wildtieren bestand, ist auf ca. 75.000 Hektaren (das ist etwa drei Viertel der Gr\u00f6\u00dfe der beiden Nationalparke Sumava und Bayerischer Wald zusammen) seit 1991 ein Wildtierreservat entstanden: Das <strong><a href=\"https:\/\/en.m.wikipedia.org\/wiki\/Madikwe_Game_Reserve\">Madikwe Game Reserve.<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das  insgesamt als Erfolgsgeschichte zu wertende Reservat fand durch einen <a href=\"https:\/\/programm.ard.de\/TV\/Themenschwerpunkte\/Dokus--Reportagen\/Alle-Dokumentationen\/Startseite\/?sendung=284871087661939\">Film von Werner Zips und Manuela Zips-Mairitsch Eingang in die Berichterstattung der Medien<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2015\/06\/10\/19\/29\/lion-805084_960_720.jpg\" alt=\"L\u00f6we, Stolz, Raubtier, M\u00e4hne, Raubkatze\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/afrikanische-elefant-kuh-kalb-4477530\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2019\/09\/15\/07\/38\/african-4477530_960_720.jpg\" alt=\"Afrikanische, Elefant, Kuh, Kalb, Mutter, Kinder, Baby\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2016\/04\/15\/23\/39\/african-wild-dog-1332236_960_720.jpg\" alt=\"Afrikanische Wildhund, Lycaon Pictus\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2014\/11\/05\/14\/38\/spotted-hyena-517975_960_720.jpg\" alt=\"T\u00fcpfelhy\u00e4ne, Hy\u00e4ne, S\u00e4ugetier, Safari, Aasfresser\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2019\/07\/21\/16\/55\/zebra-4353127_960_720.jpg\" alt=\"Zebra, Impala, Elefant, Wildnis, Nationalpark, Savanne\"\/><figcaption>Auch wenn Managementma\u00dfnahmen zuk\u00fcnftig die Populationen der gro\u00dfen Pflanzenfresser betreffen sollten, ist Madikwe wie die gro\u00dfen Nationalparks Afrikas durch die Jagdruhe eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Begegnung des Menschen mit den Wildtieren Afrikas. Von oben: L\u00f6we, Elefant, afrikanischer Wildhund, T\u00fcpfelhy\u00e4ne, Zebras und Impalas. Alle Fotos: Pixabay<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Private Finanzierung und Einnahmen aus dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/\u00d6kotourismus\">\u00d6kotourismus<\/a> bringen Prosperit\u00e4t auch f\u00fcr die umliegenden Gemeinden und ihre Menschen. Der <a href=\"https:\/\/www.suedafrika.net\/naturparks\/north-west-naturparks\/madikwe-game-reserve.html\">Reisef\u00fchrer S\u00fcdafrika.net<\/a> schreibt: <em>&#8222;Mit der &#8222;Operation Phoenix&#8220; begann man 1993, mehr als 8000 Tiere im Park anzusiedeln. 1996 wurden auch Raubtiere in Madikwe eingef\u00fchrt, zun\u00e4chst Geparde, Wildhunde und Hy\u00e4nen, sp\u00e4ter auch L\u00f6wen aus dem Etosha National Park (Namibia) sowie dem benachbarten Pilanesberg Nationalpark. 180 Elefanten kamen aus dem von einer katastrophalen D\u00fcrre betroffenen Gonarezhou Game Reserve in Zimbabwe. Die Umsiedlung der Dickh\u00e4uter verlief sehr erfolgreich, und die Elefanten Population in Madikwe ist auf stattliche 250 Tiere angewachsen. (&#8230;)Heute leben mehr als 12.000 Tiere im Madikwe Wildreservat. S\u00e4mtliche Gro\u00dfwildarten sind vertreten, einschlie\u00dflich Breit- und Spitzmaul-Nash\u00f6rnern, B\u00fcffeln, Giraffen, Zebras und einer Vielzahl von Antilopen. Ausserdem konnten \u00fcber 350 Vogelarten registriert werden.<br>Der Madikwe Park wurde gemeinsam durch die Naturschutzbeh\u00f6rde der Nordwest Provinz als auch durch private Investoren finanziert. S\u00e4mtliche Hotels und Game Lodges geh\u00f6ren Privatfirmen, die daf\u00fcr Konzessionsgeb\u00fchren an die Parkbeh\u00f6rde zahlen. Einbezogen sind auch die umliegenden Gemeinden, die einen j\u00e4hrlichen Anteil an den Park-Gewinnen bekommen und damit eigene Infrastruktur Projekte f\u00f6rdern k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Selbst dann, wenn solche Win-Win-Situationen f\u00fcr Mensch und Natur nicht \u00fcberall auf der Erde hergestellt werden k\u00f6nnen, ist Madikwe doch ein Leuchtturm f\u00fcr an vielen Orten bestehende M\u00f6glichkeiten im Afrika s\u00fcdlich der Sahara, die Interessen von Mensch und Wildlife zu vers\u00f6hnen. Dass hier wie im Schutz vieler Nationalparks der Erde die Sehnsucht der Menschen nach angstfreien und dennoch &#8222;hautnahen&#8220; Begegnungen mit Wildtieren eine ma\u00dfgebliche treibende Kraft ist, die den \u00d6kotourismsus st\u00fctzt, schlie\u00dft den Kreis zu den Eingangs-\u00dcberlegungen, dass sich nur <a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/\">das geschonte Leben (dem Menschen) offenbart<\/a>.  <\/p>\n\n\n\n<p>Nachdenkenswertes zum \u00d6kotourimsus:<\/p>\n\n\n\n<p>Klar ist: \u00d6kotourismus setzt Prosperit\u00e4t auch auf der &#8222;Kundenseite&#8220;, bei den Reisenden, voraus. An nachhaltigen Strategien f\u00fcr den Tourismus muss selbstverst\u00e4ndlich vertieft und dringend gearbeitet werden, damit Fernreisen, auch im Flugzeug, in Zukunft \u00fcberhaupt noch m\u00f6glich sind. Dabei geht es eben nicht nur um &#8222;Klimaneutralit\u00e4t&#8220;  und einen sch\u00e4bigen Ablasshandel via CO2-Abgabe pro Flugkilometer. Es geht um eine Abw\u00e4gung von allen Vor- und Nachteilen. Wird Naturverbundenheit gest\u00e4rkt, sowohl bei den Reisenden, als auch bei der lokalen Bev\u00f6lkerung, die von einem Projekt wie Madikwe profitiert, kann das den positiven Ausschlag f\u00fcr die Bejahung geben. <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist keine Frage: Solche Modelle sind geradezu Symbole f\u00fcr eine weltumspannende Solidarit\u00e4t, zwischen den Menschen, deren Austausch \u00fcber weite Entfernungen erm\u00f6glicht wird, und Solidarit\u00e4t mit der Natur im ebenso weit enfernten Land. Madikwe steht also f\u00fcr mehr als das m\u00f6gliche Bestaunen der &#8222;Big Five&#8220; Afrikas. Es steht f\u00fcr eine ganzheitliche Chance.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Tiger &#8211; ein nicht endendes Projekt f\u00fcr Indien, ganz Asien und die Welt<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich habe zu Beginn der 1980er Jahre mehrere Nationalparks und Tigerschutzgebiete Indiens besucht. Damals war Gef\u00e4hrdung und Schutz der Tiger endlich in das Blickfeld der Naturschutz-Welt\u00f6ffentlichkeit ger\u00fcckt, und speziell in Indien gab es f\u00fcr den Bengaltiger erste Erfolge. Allerdings waren diese Schutzbem\u00fchungen  von Anfang an verbunden mit schwierigsten Konflikten bei der Einrichtung angemessen gro\u00dfer Reservate, die insbesondere mit der Umsiedlung von Menschen aus den Reservaten zu tun hatte, wie mir <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fateh_Singh_Rathore\">Fateh Singh Rathore<\/a>, damals Direktor des <a href=\"https:\/\/www.ranthamborenationalpark.com\">Nationalparks Ranthambore<\/a> eindrucksvoll beschrieben hat. Es gab sogar Morddrohungen gegen f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeiten im Bereich Tigerschutz&#8230;Heute <a href=\"https:\/\/www.ranthamborenationalpark.com\/ranthambore-tigers-story.html\">schreiben die pers\u00f6nlich bekannten Tiger Ranthambores Geschichte<\/a>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch, und trotz erheblicher auch aktueller Probleme: Das unter der Regierung  von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Indira_Gandhi\">Indira Ghandi<\/a> 1973 ins Leben gerufene <em>&#8222;Project Tiger&#8220;<\/em> war gewisserma\u00dfen ein Startschuss f\u00fcr die Rettung der gr\u00f6\u00dften und eindrucksvollsten Raubkatzen der Erde. 1984 schreibt <a href=\"https:\/\/www.markuskappeler.ch\/tex\/texs\/tiger3.html\">Markus Kappeler in einer ersten Bilanz:<\/a> <em>&#8222;Das Projekt Tiger ist ein Musterbeispiel daf\u00fcr, wie durch ganzheitliche \u00d6kosystem-Betrachtung Pflanzendecke, Wasserhaushalt, Wildtiere und Mensch in Einklang gebracht werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Tiger sind <a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1207\">Leitart, Schl\u00fcsselart und Flaggschiffart in einem <\/a>und stehen in ihren letzten Vorkommen mit ihren <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tiger\">Unterarten<\/a> \u00fcberall f\u00fcr den<a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1207\"> Schutz von Arten im Interessenkonflikt.<\/a> Der Tiger ist, wie Markus Kappeler richtig schreibt, auch Symbol f\u00fcr die umfassende, ganzheitliche Herangehensweise, wenn Naturschutz erfolgreich sein soll.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2017\/01\/12\/21\/42\/amurtiger-1975790_960_720.jpg\" alt=\"Amurtiger, Tiger, Raubkatze, Sibirisch, Raubtier\"\/><figcaption>Amurtiger. Foto: Marcel Langthim; <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/amurtiger-tiger-raubkatze-sibirisch-1975790\/\">Pixabay<\/a><br>Der Amurtiger ist die gr\u00f6\u00dfte Raubkatze der Welt, M\u00e4nnchen k\u00f6nnen bis ca. 300 kg wiegen. Die gr\u00f6\u00dfte Unterart des Tigers ist wie die anderen des Tigers Symbol f\u00fcr gelingenden Artenschutz, wenn die Hauptursache direkte Verfolgung ist und ausgeschaltet werden kann. Die Geschichte der gro\u00dfen Raubkatzen ist stellvertretend f\u00fcr andere Gro\u00dfkatzen (siehe&nbsp;<a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1207\">Leopard, Arten im Interessenkonflikt)<\/a>. Der Ausrottungsvorgang ist verbunden mit der Zersplitterung und dem Schrumpfen des Verbreitungsareals. War der sibirische Tiger einst in gro\u00dfen Teilen Sibiriens bis nach Korea und zur Halbinsel Sachalin verbreitet, ist sein heutiges Areal im Vergleich auf einen winzigen Rest zusammengeschmolzen.<br>Neuerdings ist der Lebensraum der Tiger Sibiriens bedroht durch exzessiven Holzeinschlag. Ob die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.fsc-deutschland.de\/de-de\">FSC<\/a>-Zertifizierung der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.druck-medien.net\/singlenews\/uid-6436\/schutz-fuer-den-amur-tiger-neues-fsc-zertifikat-ist-erfolg-fuer-den-schutz-russischer-waelder\/\">W\u00e4lder am Amur den Holzeinschlag wirklich dauerhaft in naturvertr\u00e4gliche Bahnen lenkt<\/a>, bleibt abzuwarten.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Tigerschutz ist ein halbes Jahrhundert nach Beginn ernsterer Schutzbem\u00fchungen nirgends in Asien, auch nicht in Indien, in trockenen T\u00fcchern. R\u00fcckschl\u00e4ge, insbesondere weitere Lebensraumzerst\u00f6rung und die illegale Jagd (Troph\u00e4en und Verwendung f\u00fcr die omin\u00f6se chinesische Medizin) setzen den Tigern weiter zu, und bis heute ist gro\u00dfes, <a href=\"https:\/\/www.rainbowgardenvillage.com\/freiwilligenarbeit-im-ausland\/nepal\/freiwilligenarbeit-im-tiger-projekt-in-nepal\">auch ehrenamtliches Engagement<\/a> gefragt und n\u00f6tig, um den Tigerbestand auf der Erde in die Zukunft zu retten. Einige Unterarten sind bereits ausgerottet: Javatiger, Balitiger und der bis in die 1970er Jahre noch bis in den Osten der T\u00fcrkei vorkommende Kaspische Tiger. Weitere Unterarten stehen vor der Ausrottung, insbesondere scheint das Schicksal des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/S\u00fcdchinesischer_Tiger\">S\u00fcdchinesischen Tigers<\/a>  besiegelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch liste ich den Tiger &#8211; es mag angesichts der weiterhin bestehenden Gef\u00e4hrdungssituation gewagt sein &#8211; insgesamt unter den Positiv-Beispielen f\u00fcr Ganzheitlichkeit des Naturschutzes: Diese Art hat nach dem <em>Project Tiger<\/em> Indiens soviel weitere und durchaus eindrucksvolle Schutzprojekte und Bem\u00fchungen ausgel\u00f6st und auch aktuell im &#8222;Gep\u00e4ck&#8220;.  Und sie hat als Flaggschiff dem Naturschutz insgesamt in vielen und komplexen Themenfeldern Vorschub und Ansehen in verschiedensten L\u00e4ndern verschafft. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Dia-00275.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2655\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Dia-00276.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2659\"\/><figcaption>Ein m\u00e4nnlicher Begaltiger auf dem Weg zur Tr\u00e4nke. Corbett-Nationalpark 1985. In den Schutzgebieten Indiens sind Tiger dank der Schonung wieder tagaktiv. Die gesamte Spezies ist mit allen Unterarten durch Lebensraumzerst\u00f6rung und direkte Verfolgung weiterhin stark gef\u00e4hrdet. Der Pfad, den der Tiger geht, wird auch von wilden Elefanten benutzt&#8230; Fotos: Wolfgang Epple<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich schlie\u00dfe dieses zweischneidige Positiv-Beispiel mit der Erinnerung an den erw\u00e4hnten <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fateh_Singh_Rathore\">Fateh Singh Rathore<\/a>, mit dessen den Menschen ber\u00fccksichtigenden Auffassung von Artenschutz ich voll \u00fcbereinstimme. Er hat sich unerm\u00fcdlich f\u00fcr die vom Tigerschutz betroffenen Menschen mit eingesetzt, und Programme initiiert, um sie vom Wildern der Tiger abzuhalten: <em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fateh_Singh_Rathore\">&#8222;Realising that the poachers are mainly from the&nbsp;Mogya&nbsp;tribe of nomadic&nbsp;hunter-gatherers&nbsp;with no other means of livelihood, TW  <\/a><\/em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fateh_Singh_Rathore\">(Anm.: &#8222;Tiger Watch&#8220;, eine mit Fatehs Unterst\u00fctzung  gegr\u00fcndete NGO)<\/a><em><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fateh_Singh_Rathore\">has started a&nbsp;rehabilitation&nbsp;programme for them, involving the women in&nbsp;handicraft&nbsp;production, and setting up a hostel where their children can be clothed, fed and educated, to give them some dignity and better prospects in future. This is strictly on condition that the men give up poaching. As this exercise depends solely on donations from well-wishers, funds are always a problem to collect, but the efforts go on.&#8220;<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Als Fateh Singh Rathore, der &#8222;Tiger Guru&#8220;, nach 40 Jahren Einsatz f\u00fcr die Tiger am 1. M\u00e4rz 2011 starb, war das sogar der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2011\/03\/09\/world\/asia\/09rathore.html?_r=1\">New York Times einen Bericht<\/a> wert, aus dem hier noch einmal zitiert wird<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201cThe forest and all its creatures were the creation of the gods&#8220;,<\/em> he (Fateh Singh Rathore) argued over the village fires, the Wards wrote. <em>\u201cDid not the goddess&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.koausa.org\/Gods\/God1.html\" target=\"_blank\">Durga<\/a>, the slayer of demons, herself ride a tiger? <strong>No man had a right to disturb that divine creation. The forest must be left to grow back.\u201d<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie sehr einseitig aufbereitete Erfolgszahlen im Artenschutz t\u00e4uschen k\u00f6nnen, zeigt die Diskrepanz zwischen der offensichtlich gewachsenen Anzahl der Tiger in Indien und dem gleichzeitigen Schrumpfen der Habitate und ihrer Verbreitung. <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/some-good-conservation-news-indias-tiger-numbers-are-going-up-121055\">Die indische Erfolgsgeschichte, wie sie am 29. Juli 2019 im Journal &#8222;The Consevation&#8220; ver\u00f6ffentlicht wurde<\/a>, ist in vielen Medien gefeiert worden, und die Mahnung der Autoren Matt Hayward &amp; Joseph K. Bump fand zu wenig Eingang in die Berichterstattung. Sie sei deshalb hier w\u00f6rtlich wiedergegeben: <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;<em>However not all is rosy. There has been a 20% decline in areas occupied by tigers in 2014 to today, although tigers have moved into some new areas (some 8% of their Indian range is new). The coordinators of the tiger survey \u2013 Yadvendradev Jhala and Qamar Qureshi \u2013 conclude that while established and secure tiger populations in some parts of India have increased, small, isolated populations and those along corridors between established populations have gone extinct.<\/em>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p>Geduld, die Liste der Positivbeispiele wird fortgesetzt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dieser Seite sollen in loser Reihenfolge und ohne jeden Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit konkrete Beispiele f\u00fcr Entwicklungen, Projekte und Ans\u00e4tze weltweit aufgegriffen werden, die zeigen, &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1586","page","type-page","status-publish","hentry"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1586"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1586"}],"version-history":[{"count":43,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1586\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3559,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1586\/revisions\/3559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}