{"id":2246,"date":"2020-03-19T08:13:32","date_gmt":"2020-03-19T08:13:32","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=2246"},"modified":"2023-07-04T08:18:50","modified_gmt":"2023-07-04T08:18:50","slug":"das-auerhuhn-wissenschaftlich-begleitete-ausrottung-im-zeichen-der-windkraft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=2246","title":{"rendered":"Das Auerhuhn &#8211; &#8222;wissenschaftlich&#8220; begleitetes Aussterben im Zeichen der Windkraft (?)"},"content":{"rendered":"\n<p>Beitragsbild: Das Auerhuhn ist in seinem Bestand in Mitteleuropa au\u00dferhalb der Alpen extrem gef\u00e4hrdet. Das Beitragsfoto aus den 1970er Jahren zeigt einen balzenden Hahn im Nordschwarzwald. Damals schon im Niedergang, aber noch keine extreme Seltenheit. Foto: Gerhard B\u00e4uerle<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">publiziert (WE) M\u00e4rz 2020; aktualisiert Oktober 2022 und Juni 2023<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.do-g.de\/fileadmin\/Vogelwarte_57_2019-2_DO-G.pdf\">Im Schwarzwald existiert noch<\/a> die gr\u00f6\u00dfte und f\u00fcr den Erhalt dieser urigen Vogelart wichtigste mitteleurop\u00e4ische Population des Auerhuhns  au\u00dferhalb der Alpen (Coppes et al., Vogelwarte 57, 2019: 115 \u2013 122; Verbreitungskarte dort S. 116; zahlreiche Abb. zum konkreten Bestandsr\u00fcckgang S. 117 und 118; direkter Link zum Artikel <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Vogelwarte_57_2019_0115-0122.pdf\">hier<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p>In derzeitigen amtlichen Verlautbarungen zum Untergang der Auerhuhnpopulation des Schwarzwaldes wird auf das <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">&#8222;Forschungsprojekt Auerhuhn &amp; Windenergie&#8220;<\/a> zur\u00fcckgegriffen. Auf dieses wird unten eingegangen.*<\/p>\n\n\n\n<p>So hei\u00dft es in den <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/rp.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/RP-Internet\/Themenportal\/Energie\/Hinweise-Erfassung-Bewertung-Auerhuhnvorkommen-Genehmigung-WEA.pdf\"><strong><em>Hinweisen zur Erfassung und Bewertung von Auerhuhnvorkommen bei der Genehmigung von Windenergieanlagen<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><em>Unter 3.1. zur <strong>Bestand-Situation<\/strong>:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>(&#8230;) Mit Beginn des Monitorings der j\u00e4hrlichen Balzplatzz\u00e4hlungen im Schwarzwald schrumpfte die Population von 570 im Jahr 1971 auf 114 balzende Auerh\u00e4hne im Jahr 2021.<\/em>&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p><em>Unter 3.4  <strong>Wirkung von Windenergieanlagen auf Auerhuhn-Populationen<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;(&#8230;)Wesentliche Kerninformationen zur Wirkung von Windenergieanlagen hat das Forschungsprojekt&nbsp;\u201eAuerhuhn und Windenergie\u201c (2014-2019) geliefert. Ziel der Untersuchungen war es, festzustellen, ob und welche Einfl\u00fcsse Windenergieanlagen auf Auerh\u00fchner haben. (&#8230;) Es gibt (&#8230;) keine Hinweise darauf, dass f\u00fcr Auerh\u00fchner ein erh\u00f6htes Kollisionsrisiko an Windenergieanlagen besteht. Die Art geh\u00f6rt daher nach aktuellem wissenschaftlichem Stand nicht zu den kollisionsgef\u00e4hrdeten Arten.(&#8230;)<strong>Die Ergebnisse des mehrj\u00e4hrigen und in mehreren Untersuchungsgebieten durchgef\u00fchrten zeigen, dass Auerh\u00fchner durch Windenergieanlagen in der Lebensraumnutzung beeinflusst werden. Die Lebensraumnutzung durch die Tiere nahm mit zunehmender N\u00e4he zu den Windenergieanlagen statistisch signifikant ab. Dieser Effekt war bis zu einer Entfernung von 650 m bzw. 850m nachweisbar. Daraus kann abgeleitet werden, dass die Lebensr\u00e4ume um Windenergieanlagen den Auerh\u00fchnern nicht mehr unbeeintr\u00e4chtigt zur Verf\u00fcgung stehen, auch wenn sie optimale Habitatstrukturen aufweisen.(&#8230;)&#8220;<\/strong><\/em> (fette Hervorhebung WE)<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist fachlich unbestreitbar, dass <strong>das Eindringen der Windkraftindustrie negative Auswirkungen auf die letzten verbliebenen Auerhuhnvorkommen des Schwarzwaldes hat. <\/strong>F\u00fcr die gesch\u00fctzte Art sieht das Naturschutzrecht ein T\u00f6tungsverbot, St\u00f6rungsverbot, das Verbot der Zerst\u00f6rung der Brutst\u00e4tten und die Wiederherstellung und Verbesserung der Habitate vor. Vor dem Hintergrund der dramatischen Bestandssituation m\u00fcsste f\u00fcr das Auerhuhn das geltende Artenschutzrecht besonders strikt angewandt und offensiv ausgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand bestreitet: Der &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>R\u00fcckgang des Auerhuhns hat lange vor der Invasion der Windkraft in den Schwarzwald begonnen<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Die vielf\u00e4ltigen Gr\u00fcnde und Zusammenh\u00e4nge sind in der &#8222;Avifauna Baden-W\u00fcrttemberg&#8220; schon 1987  ausf\u00fchrlich und gr\u00fcndlich dargelegt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>H\u00f6lzinger J. (Bearb.,1987): Die V\u00f6gel Baden-W\u00fcrttembergs (Avifauna Baden-W\u00fcrttemberg). Band 1, Teil 2 Artenschutzprogramm Baden-W\u00fcrttemberg Artenhilfsprogramme, S.935 ff.<\/strong>, <strong>Eugen Ulmer Verlag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese heute noch aktuelle und f\u00fcr Laien verst\u00e4ndliche Literatur sei jedem Interessierten ans Herz gelegt. R\u00fcckgangsursachen seien hier nur kursorisch aufgez\u00e4hlt : <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Fichten-Forstwirtschaft <\/strong>mit Verdunklung vormals strukturreicher lichter W\u00e4lder, <\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li> <strong>Forststrassenbau <\/strong>(mit erh\u00f6hter Wahrscheinlichkeit der Pr\u00e4dation in den langen einsehbaren Schneisen), <\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><strong>Erschlie\u00dfen und St\u00f6rung wertvoller Habitate<\/strong> f\u00fcr den Tourismus, <\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>wiederholt <strong>nasskalte Witterung w\u00e4hrend der K\u00fckenaufzucht in atlantisch gepr\u00e4gten Fr\u00fchjahren <\/strong><br><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6476\" width=\"617\" height=\"822\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-225x300.jpg 225w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11.jpg 1224w\" sizes=\"(max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><figcaption>Der inzwischen katastrophale R\u00fcckgang des Auerhuhns im Schwarzwald ist in allererster Linie auf Lebensraum-verschlechternde  Aktivit\u00e4ten des Menschen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Zur Intensivierung der forstlichen Nutzung wurden viele ehemals lichte und strukturreiche W\u00e4lder in Fichten-Monokulturen umgebaut. <em><strong>Besonders gravierend hat sich die Entw\u00e4sserung von Mooren, Missen und Moosen ausgewirkt. Diese wurden im Schwarzwald zu fast 100 % trockengelegt, wie mir <a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.voehrenbach-auerhuehner-brauchen-sonnenlicht.b745d28d-ec22-4dc6-a93e-704af04f9980.html\" title=\"\">Bernhard Scherer, ausgewiesener Kenner der \u00f6rtlichen Materie <\/a>schreibt.<\/strong><\/em> Bis heute d\u00fcrfen vorhandene Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben offen gehalten werden. Entstanden sind im Laufe der Jahrzehnte aus der Sicht des Artenschutzes (nicht nur f\u00fcr das Auerhuhn) in vielen Bereichen teilweise als Lebensr\u00e4ume v\u00f6llig ungeeignete Forste. Die beiden Aufnahmen entstanden auf der Ostabdachung des Schwarzwaldes im Schwarzwald-Baar-Kreis. Neben der Entw\u00e4sserungsstruktur ist in diesem Bild im Hintergrund eine Forststra\u00dfe gerade noch zu erkennen. Auch die weitgehend fl\u00e4chendeckende Erschlie\u00dfung  trug und tr\u00e4gt neben der \u00f6kologisch entwertenden Fichtenforstwirtschaft ganz entscheidend zum R\u00fcckgang des Auerhuhns bei. Foto: Bernhard Scherer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6479\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Bild-04.07.23-um-09.11-1.jpg 1672w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Frisch unterhaltene Entw\u00e4sserungsgr\u00e4ben im Schwarzwald. Foto: Bernhard Scherer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Eindringen der Windkraftindustrie in die W\u00e4lder hat sich Entscheidendes ge\u00e4ndert:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Eindringen der Windkraft k\u00f6nnte den Auerh\u00fchnern den Rest geben<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Windkraftindustrialisierung k\u00f6nnte den Auerh\u00fchnern den sprichw\u00f6rtlichen Rest geben. Denn die Art ist windkraftsensibel und verliert durch die Entwertung und St\u00f6rung der Lebensr\u00e4ume im wahrsten Sinne des Wortes weiter an Boden\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auerhuhn wird zum Zankapfel f\u00fcr Windkraft &#8211; bis hinein in die  letzten Refugien<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Durch die Windkraft-Ausbaupl\u00e4ne im Schwarzwald ist das Auerhuhn als ausgesprochen <em>st\u00f6rungsempfindliche<\/em> Art zum Zankapfel und zur &#8222;Verhinderungsart&#8220; aus der Sicht Windkraftindustrie und ihrer &#8222;Gutachter&#8220; geworden. Es ist unseri\u00f6s und nicht zielf\u00fchrend, den bereits vor der Windkraft-Invasion unbestreitbaren massiven Bestandsr\u00fcckgang zu steilen Aussagen zu verwenden, das Auerhuhn habe keine Probleme mit der Windkraft: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><em><a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/599\/auerhaehnen-ist-das-windrad-piepegal-8432.html\">Auerh\u00e4hnen ist das Windrad piepegal<\/a><\/em><\/strong>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;lautet die \u00dcberschrift zu einem Interview, das Thomas Ullrich, ein Angestellter der Freiburger <a href=\"https:\/\/www.oekonzept-freiburg.de\/ueber-uns\/\">Consultingfirma &#8222;\u00f6:konzept,  <\/a>die u.a. auch Auftragsgutachten f\u00fcr die Windkraftindustrie anfertigt, in einer <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/599\/auerhaehnen-ist-das-windrad-piepegal-8432.html\">Stuttgarter Wochenzeitung<\/a> gegeben hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf die aktuelle Entwicklung zum vorgeblichen Schutz der letzten Auerh\u00fchner des Schwarzwaldes im Jahr 2022 und die &#8211; bereits aus solchen \u00dcberschriften ersichtlich &#8211; fragw\u00fcrdige Agitation aufgrund einer <em>&#8222;<a href=\"https:\/\/rp.baden-wuerttemberg.de\/themen\/energie\/windenergie\/\"><strong>Neuen Planungsgrundlage Windkraft und Auerhuhn&#8220; in BadenW\u00fcrttemberg <\/strong><\/a><\/em>wird am Ende dieser Seite ausf\u00fchrlich eingegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst aber sei noch einmal die Einbettung des <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">&#8222;Forschungsprojektes Auerhuhn &amp; Windenergie&#8220;<\/a> beleuchtet:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUmleitung\u201c<\/em>, nennt Wolf Hockenjos schon 2015 in einem pointierten Artikel, was den Auerh\u00fchnern des Schwarzwaldes im Zuge der Windkraftindustrialisierung ihrer Lebensr\u00e4ume bevorsteht. Auf der <a href=\"https:\/\/www.gutach-schwarzwald.de\/gemeinde\/neuigkeiten-detailseite\/news\/nah-dran-am-ersten-windpark\/\">Homepage der Gemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn) wurde damit geprahlt<\/a>, dass es u.a. mit Hilfe der&nbsp;<em>Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg&nbsp;<\/em>(FVA) gelungen sei, f\u00fcr das dort besonders pr\u00e4gnant die Landschaft entwertende <a href=\"https:\/\/www.e-werk-mittelbaden.de\/windenergie\">Windkraftindustriegebiet an der \u201ePrecht\u00e4ler Schanze\u201c<\/a> einen <a href=\"https:\/\/www.gutach-schwarzwald.de\/gemeinde\/neuigkeiten-detailseite\/news\/nah-dran-am-ersten-windpark\/\">\u201eAuerhuhnkorridor\u201c zu verlegen. <\/a>Das weithin sichtbare monstr\u00f6se Windindustriegebiet an einem landschaftlich ehemals herausragend sch\u00f6nen Platz stellt nicht nur in \u00e4sthetischer Hinsicht einen der gravierendsten und r\u00fccksichtslosesten Eingriffe in die Schwarzwaldnatur dar. Es zeigt besonders dringlich den Konflikt zwischen Artenschutz und Windkraft, in diesem Falle am Beispiel des Auerhuhns.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"786\" height=\"524\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2253\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-1.png 786w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-1-300x200.png 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-1-768x512.png 768w\" sizes=\"(max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><figcaption>Die Invasion der Windindustrie auf den H\u00f6hen des mittleren Schwarzwaldes, im Lebensraum des Auerhuhnes; hier die \u201cPrecht\u00e4ler Schanze\u201d. Das Foto entstand w\u00e4hrend der fr\u00fchen Bauphase im Fr\u00fchjahr 2016; Foto: Wolf Hockenjos. Vordergr\u00fcndig wurden alle Belange von Landschafts- und Naturschutz&nbsp;abgewogen und ber\u00fccksichtigt. Das Ergebnis ist die brachiale Entwertung eines einmaligen, weithin bekannten und historisch wichtigen Kraftplatzes des mittleren Schwarzwaldes. Weitere Bilder zur Dimension des dortigen Eingriffes:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/elzach\/windenergie-fuer-12-000-haushalte-prechtaeler-schanze-i-geht-im-oktober-ans-netz--109725004.html\">http:\/\/www.badische-zeitung.de\/elzach\/windenergie-fuer-12-000-haushalte-prechtaeler-schanze-i-geht-im-oktober-ans-netz&#8211;109725004.html<\/a>&nbsp;(mit eigenem Kommentar des Verfassers; zuletzt eingesehen 27.10.2016). Foto und Legende entnommen aus Epple (2017,2021).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/die-prechtaler-schanze-zahlt-sich-aus--156226036.html\">die lokale Presse Jahre nach einem der verheerendsten Windkraft-Eingriffe in die Schwarzwaldnatur den Windpark weiterhin unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten feiert und die Parolen der Windkraftbranche zur CO2-Einsparung unkritisch weitergibt,<\/a> besteht f\u00fcr den Naturschutz &#8211; wie immer, wenn es um eindeutig offenliegende Konflikte mit menschlichen Nutzungsinteressen geht &#8211;  auch im Falle des Auerhuhns im Schwarzwald angeblich erh\u00f6hter Forschungsbedarf: <\/p>\n\n\n\n<p>*Das <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\"><strong>Forschungsprojekt Auerhuhn &amp; Windenergie<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die <em>Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg&nbsp;<\/em>(FVA) sollte nun \u2013 im Nachhinein, und damit als Gegenteil einer <em>vorsorglichen <\/em>Naturbewahrung &#8211; die Auswirkungen der Windkraftindustrialisierung auf die Auerh\u00fchner \u201eexakt\u201c beforschen. Was sich zun\u00e4chst&nbsp;wie ein v\u00f6llig unabh\u00e4ngiges Forschungsvorhaben anh\u00f6rt, zeigte sich grunds\u00e4tzlich fragw\u00fcrdig. Denn das Ziel im <em><strong><a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">&#8222;Forschungsprojekt Auerhuhn &amp; Windenergie&#8220; <\/a><\/strong><\/em>war von Anfang an eindeutig: Es handelt sich um eine\u201eErm\u00f6glichungs-Forschung\u201c f\u00fcr die Windkraftindustrie im bislang unbelasteten Waldgebirge und damit im wichtigsten Lebensraum des Auerhuhns au\u00dferhalb der Alpen in S\u00fcddeutschland. <\/p>\n\n\n\n<p>Zitat FVA,&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.auerhuhn-windenergie.de\/de\/forschungs-projekt\/projektbeschreibung\">http:\/\/www.auerhuhn-windenergie.de\/de\/forschungs-projekt\/projektbeschreibung<\/a>: Dort war, abgerufen&nbsp;am 25.10.2016, noch zu lesen:&nbsp;<em>\u201eMit dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland, hat der Schwarzwald besonders f\u00fcr die Windenergie an Bedeutung gewonnen. Besonders die mit lichten W\u00e4ldern bestandenen H\u00f6henlagen, der bevorzugte Lebensraum des Auerhuhns, sind f\u00fcr die Windenergieanlagen geeignet.&nbsp;<strong>Das Projekt ist entstanden um eine gesunde Auerhuhnpopulation und den Ausbau der Windenergie im Schwarzwald zu vereinbaren.\u201c&nbsp;<\/strong><\/em>(Fette Hervorhebung durch den Verfasser W.E.). Diese Formulierung ist bezeichnender Weise im <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">Abschlussbericht (Coppes et al. 2019)<\/a> nicht mehr explizit zu finden. Die Grundsatzkritik bleibt berechtigt: Der Ausbau der Windenergie im Schwarzwald soll mit einer \u201egesunden\u201c Auerhuhnpopulation \u201evereinbar\u201c gemacht werden. Windkraftindustrie im Auerhahnlebensraum wird von der FVA erst gar nicht mehr in Frage gestellt. Weiteren Aufschluss liefert die Projekt-Kofinanzierung: Unter den beiden die Windkraft mit aller rechtlichen und politischen Macht&nbsp;pushenden, Auftrag gebenden Landes-Ministerien sind u.a. folgende Sponsoren aufgef\u00fchrt: Der Bundesverband Wind Energie e.V. (BWE) LV Baden-W\u00fcrttemberg, das E-Werk Mittelbaden, Die EnBW Energie Baden- W\u00fcrttemberg AG, ENERCON Windenergieanlagen; die \u201e\u00d6kostromgruppe Freiburg\u201c, und die&nbsp;Windkraft Schonach GmbH. Das ist das \u201cWho-is-who\u201d der regionalen Windkraft-Interessenvertreter im Schwarzwald. Das sponsernde Energieunternehmen und die erw\u00e4hnten Projektierer und Betreiber der Windkraft-Industrie im Schwarzwald sind seit Jahren die urs\u00e4chlich Hauptbeteiligten an der landschaftlichen Entwertung der Vorzugsr\u00e4ume der Schwarzwaldnatur. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachdem der Link zum Abschlussbericht von <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">Coppes et al. 2019<\/a> m\u00f6glicherweise f\u00fcr einige Leser blockiert ist, zumindest aber mir auf meinem Rechner auf einem meiner beiden Server der Zugang zur bahnbrechenden Arbeit zwischenzeitlich verweigert wurde, m\u00f6chte ich &#8211; um Legendenbildung vorzugreifen &#8211; meinen Lesern mit einem Screenshot vom 23. November 2020 belegen, wer die Windkraft-Erm\u00f6glichung-Forschung am Auerhuhn im Schwarzwald finanziert: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"454\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-23-um-09.20.02-1024x454.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3367\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-23-um-09.20.02-1024x454.png 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-23-um-09.20.02-300x133.png 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-23-um-09.20.02-768x340.png 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-23-um-09.20.02.png 1268w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier der Link zum Abschlussbericht: <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur f\u00fcr interessierte Laien ist interessant, wie Auftragsgutachter das alte Sprichwort befeuern: <strong><em>&#8222;Wes Brot ich fress&#8216; &#8211; des Lied ich sing'&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch dann, wenn der R\u00fcckgang des Auerhuhns &#8211; wie noch einmal zu betonen ist &#8211; bereits vor Beginn der Invasion der Windkraftindustrie in den Schwarzwald begonnen und viele Ursachen besonders in der Waldbewirtschaftung aber z.B. auch in Feinheiten der Witterung hat (s.o., H\u00f6lzinger 1987), sind vor dem Hintergrund des geradezu <a href=\"http:\/\/www.do-g.de\/fileadmin\/Vogelwarte_57_2019-2_DO-G.pdf\">dramatischen Bestandseinbruchs des Auerhuhns in den letzten Jahren im Schwarzwald (Coppes et al. 2019<\/a> im Link siehe  Vogelwarte 57, 2019: 115 \u2013 122, direkter Link <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Vogelwarte_57_2019_0115-0122.pdf\">hier<\/a>) alle wissenschaftlich verbr\u00e4mten Relativierungen zu den Auswirkungen der Windkraft auf diese Art mehr als fragw\u00fcrdig: <\/p>\n\n\n\n<p>Im <a href=\"https:\/\/www.fva-bw.de\/fileadmin\/user_upload\/Abteilungen\/Wald_und_Gesellschaft\/Wildtieroekologie\/Waldvoegel\/Projektabschlussbericht_Auerhuhn_Windenergie__3_.pdf\">Abschlussbericht zum Forschungsprojekt (Coppes et al. 2019)<\/a> werden St\u00f6reffekte, d.h. abnehmende Lebensraumnutzung durch Windenergieanlagen (und indirekt durch die von den Zuwegungen ausgehenden St\u00f6rungen) beschrieben. Auch zeigt vergleichende Forschung, dass sich die Auerh\u00fchner an diese St\u00f6rung nicht gew\u00f6hnen.  Angeblich (Stichwort: extrem geringe Stichprobengr\u00f6\u00dfe!) gibt es keinen Einfluss der Windkraft auf die Nachweis-Dichte. F\u00fcr die in einer <a href=\"http:\/\/www.do-g.de\/fileadmin\/Vogelwarte_57_2019-2_DO-G.pdf\">zweiten Studie beschriebenen massiven Bestandsr\u00fcckg\u00e4nge<\/a> des Auerhuhns im Schwarzwald (Coppes et al. 2019; im Link siehe  Vogelwarte 57, 2019: 115 \u2013 122; direkter Link <a href=\"https:\/\/www.zobodat.at\/pdf\/Vogelwarte_57_2019_0115-0122.pdf\">hier<\/a>) werden dagegen unter dem Begriff&nbsp;<em>St\u00f6rungen<\/em>&nbsp;explizit nur Tourismus und verschiedene Freizeitaktivit\u00e4ten in den Vordergrund ger\u00fcckt. Die Windkraft mit Begleiterschlie\u00dfung als St\u00f6rfaktor wird von denselben Autoren in dieser Publikation nicht einmal genannt.&nbsp;Warum wohl? Siehe oben, unter Sponsoren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Zukunft des Auerhuhns im Schwarzwald alarmierend: Die Beteiligten sehen den \u201eTransfer\u201c ihrer Erkenntnisse, sprich: die Anwendung in der geplanten Vernichtung von Auerhuhn-Lebensr\u00e4umen durch die Windkraft durch die weitere Arbeit der LUBW gew\u00e4hrleistet. <a href=\"https:\/\/www.energieatlas-bw.de\/wind\/potenzialanalyse\/uberblick\">Es ist jene Beh\u00f6rde, die Raum f\u00fcr 20.000 Windkraftanlagen in Baden-W\u00fcrttemberg errechnet hat&#8230;&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color\">Zu dem denkw\u00fcrdigen Vorgang ein Gastbeitrag des herausragenden Kenners* der Materie, Wolf Hockenjos: <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color wp-block-heading\"><strong>Von H\u00fchnern lernen&nbsp;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><strong>Was ein Forschungsprojekt aussagt \u00fcber die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Auerh\u00fchner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Von <strong>Wolf Hockenjos<\/strong> * publiziert 19.M\u00e4rz 2020**<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><em>Die beschriebene Beeintr\u00e4chtigung wurde auch in Untersuchungsgebieten festgestellt, in denen die WEA schon seit l\u00e4ngerer Zeit in Betrieb sind. Die Tiere scheinen sich daher auch \u00fcber mehrere Jahre nicht an den Einfluss der WEA zu gew\u00f6hnen. (Projektabschlussbericht, Forstl. Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-W\u00fcrttemberg, Februar 2020)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Einen Freibrief zum Bau von Windenergieanlagen (WEA) in Auerhuhnhabitaten werden sich die Auftraggeber des Projekts wohl nicht erhofft haben. Und doch haben sie sich die Studie allerhand kosten lassen: \u00dcber immerhin f\u00fcnf Jahre lief das mit einer Million Euro dotierte&nbsp;<em>Forschungsprojekt Auerhuhn &amp; Windenergie<\/em>, finanziert mit \u00f6ffentlichen Mitteln der beiden Stuttgarter Ministerien, des Umwelt- wie des Forstministers, denen nicht nur ein gesteigertes&nbsp;&nbsp;klimapolitisches, sondern durchaus auch ein fiskalisches Interesse an der Umsetzung der Energiewende zu unterstellen ist, denn die Pachteinnahmen f\u00fcr Windr\u00e4der im Staatswald kommen ja auch dem Forsthaushalt zugute. Da ist es gleich doppelt misslich, wenn&nbsp;&nbsp;ausgerechnet auf den windh\u00f6ffigsten Waldstandorten zugleich die heftigsten Konflikte mit dem Artenschutz entbrennen, weil die h\u00f6chsten Kuppen- und Kammlagen des Schwarzwalds oft genug zu den letzten verbliebenen Lebensr\u00e4umen des \u201eSchwarzw\u00e4lder Charaktervogels\u201c z\u00e4hlen. Dessen Population gilt zwar noch immer als gr\u00f6\u00dfte Mitteleuropas au\u00dferhalb der Alpen, doch auch sie schwindet zusehends dahin (mit derzeit gerade mal noch 135 Hahnen); allen Bem\u00fchungen zum Trotz ist ihr endg\u00fcltiges Erl\u00f6schen zu bef\u00fcrchten \u2013 ganz so wie es anfangs des neuen Jahrtausends dem Haselhuhn ergangen ist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Kofinanziert wurde das Projekt zur H\u00e4lfte aus Drittmitteln des&nbsp;<em>Bundesverbands WindEnergie e. V.<\/em>&nbsp;sowie von einer Reihe baden-w\u00fcrttembergischer Energieversorgungsunternehmen; dass deren Engagement weniger dem Artenschutz galt, als vielmehr der Aussicht auf gelockerte Restriktionen und auf mehr Planungssicherheit dank neugewonnener wissenschaftlicher Erkenntnis, d\u00fcrfte keine allzu gewagte Hypothese sein. Von einem leichten \u201eGschm\u00e4ckle\u201c sprechen sie da im L\u00e4ndle. Geh\u00f6rt es doch zum Credo von Windkraftbetreibern und Bef\u00fcrwortern, dass Auerh\u00fchner (wie auch andere windkraftsensible Vogelarten) zumeist nur vorgeschoben sind \u2013 und damit f\u00fcr den allseits beklagten, seit Jahren stockenden Ausbau mit verantwortlich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Der Forschungsauftrag der Minister erging an die&nbsp;<em>Freiburger Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA)&nbsp;<\/em>in Kooperation mit der&nbsp;<em>Universit\u00e4t f\u00fcr Bodenkultur Wien<\/em>, bei insgesamt zehn deutschen, \u00f6sterreichischen und Schweizer Autoren und Autorinnen, zuz\u00fcglich zehn weiteren MitarbeiterInnen. Geforscht wurde in sechs Untersuchungsgebieten: im Schwarzwald, in \u00d6sterreich und in Schweden. Begleitet wurde das Projekt von einem Beirat aus Vertretern der Finanzgeber und verschiedener Verb\u00e4nde. Der Projektabschlussbericht wurde der \u00d6ffentlichkeit im Februar 2020 vorgestellt. Die in Freiburg erscheinende, bekannterma\u00dfen windkraftfreundliche&nbsp;<em>Badische Zeitung<\/em>&nbsp;stellte ihren Bericht \u00fcber das Forschungsergebnis (am 06.03.20) unter eine seltsam zwiesp\u00e4ltige \u00dcberschrift:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/auerhuehner-meiden-windraeder-sind-aber-von-ihnen-nicht-gestresst--183493053.html\"><em>Auerh\u00fchner wahren Distanz<\/em>&nbsp;und im Untertitel&nbsp;<em>Die V\u00f6gel meiden Windr\u00e4der, sind aber von ihnen nicht gestresst.<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">F\u00fcnf Jahre lang haben die renommierten Ornithologen systematisch nach direkten und indirekten Auerhuhn-Nachweisen gefahndet, insbesondere nach Losung (Kot) oder Federn, um damit Aufschluss \u00fcber die Lebensraumnutzung in der N\u00e4he von Windenergieanlagen bzw. in windradfreien Referenzgebieten zu erhalten. Etliche H\u00fchner konnten sogar mit Sendern ausgestattet werden. Der Stress wurde erforscht, indem Kotproben auf Stresshormonabbauprodukte analysiert wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Anhand der kartierten Auerhuhn-Nachweise zeichnete sich ab, dass die Raumnutzung der H\u00fchner mit zunehmender N\u00e4he nicht nur zu den WEA, sondern auch zu den Zufahrtswegen signifikant abnahm. Ein Effekt, der allerdings nur bis zu einer Entfernung von 650 m nachweisbar war, wie der Abschlussbericht (politisch korrekt?) festh\u00e4lt. Wohingegen dieser Wert bei den besenderten H\u00fchnern auf dem weitr\u00e4umigen schwedischen Fj\u00e4ll bei 850 m lag. Gut m\u00f6glich also, dass Schallemissionen, Schattenwurf und Sichtbarkeit der WEA, aber auch andere St\u00f6rfaktoren die Lebensraumnutzung ung\u00fcnstig beeinflussen, und zwar nicht nur in der Bauphase, sondern auch langfristig. Doch die gute Botschaft f\u00fcr Windm\u00fcller folgt im Bericht sogleich: \u201eIm Gegensatz zu den negativen Effekten auf die Lebensraumnutzung konnte kein signifikanter Effekt von WEA auf die Auerhuhn-Nachweisdichte festgestellt werden.\u201c Auch der Reproduktionserfolg habe nicht gelitten, wie denn auch keine Hinweise auf eine Erh\u00f6hung des Stresshormonlevels durch WEA gefunden worden seien. Erstaunlich immerhin, dass eine systematische Literaturrecherche eine Vielzahl weiterer potentieller Wirkungen auf Raufu\u00dfh\u00fchner erbracht hatte \u2013 bis hin zu dokumentierten Kollisionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Wie das? Kein erh\u00f6hter Stress durch Windr\u00e4der, keine verminderte Reproduktion, hingegen signifikante Beeintr\u00e4chtigung der Raumnutzung im Radius von 650 m? Herrschte tats\u00e4chlich kein Stress unter den H\u00fchnern, oder war der einfach nicht nachweisbar in den stark verinselten, oft nur noch kleinr\u00e4umig auf Bergkuppen beschr\u00e4nkten Habitaten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Mit Hilfe der Gen-Analyse konnte immerhin nachgewiesen werden, dass die Schwarzw\u00e4lder Auerh\u00fchner noch immer gro\u00dfe Strecken von mehr als 50 Kilometern zwischen ihren einzelnen Teilgebieten zur\u00fccklegen. Umso vordringlicher erscheint die Erhaltung von Korridoren und Trittsteinen \u2013 tunlichst frei von WEA, zumal der neuen Generation mit ihren monstr\u00f6sen Ausma\u00dfen. Es k\u00f6nnte sonst rasch vollends zu Ende gehen mit der gr\u00f6\u00dften mitteleurop\u00e4ischen Auerhuhnpopulation au\u00dferhalb der Alpen. Oder war es etwa das, was sich die Drittmittelgeber von dem Forschungsprojekt insgeheim erhofft hatten: M\u00fcsste man nicht einfach eine Handvoll Ornithologen lange genug in den verbliebenen Habitaten dieser so st\u00f6rungsanf\u00e4lligen V\u00f6gel umherstreifen lassen?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"602\" height=\"402\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2249\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image.png 602w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/image-300x200.png 300w\" sizes=\"(max-width: 602px) 100vw, 602px\" \/><figcaption>Balzende Auerh\u00e4hne k\u00f6nnen &#8222;liebestoll&#8220; zum H\u00f6hepunkt der Arenabalz jede Scheu vor dem Menschen verlieren. Foto: Wolf Hockenjos<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>* zum Gastautor:<strong> <em><a href=\"https:\/\/www.hochschwarzwald.de\/Reisemagazin\/Alle-Geschichten\/Natur\/Die-Hueter-der-Weisstanne\">Wolf Hockenjos<\/a><\/em><\/strong><em>, Jahrgang 1940, war ein Vierteljahrhundert lang Forstamtsleiter in Villingen-Schwenningen, Baden-W\u00fcrttemberg, dazu Kreisbeauftragter f\u00fcr Naturschutz und Waldreferent des Landesnaturschutzverbands Baden-W\u00fcrttemberg. Als begeisterter Fotograf hat er etliche Bildtextb\u00e4nde verfasst. Er ist Initiator der <a href=\"https:\/\/www.luchs-bw.de\">Luchs-Initiative Baden-W\u00fcrttemberg e. V.<\/a> und k\u00e4mpft seit Jahren gegen die Exzesse der Windindustrie in \u00f6kologisch und touristisch hochwertigen Landschaften.<\/em><\/li><li>** Der Beitrag wurde auch in einer Jagdzeitschrift ver\u00f6ffentlicht:  <em>Hockenjos, W. (2020): Von H\u00fchnern lernen. \u00d6kojagd 2\/2020.<\/em><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Soweit der nachdenklich stimmende Gastbeitrag. Die von den Verursachern kofinanzierte wissenschaftliche Begleitforschung der Windkraftinvasion in den Schwarzwald darf als herausragendes Beispiel f\u00fcr die Fragw\u00fcrdigkeit der Vorg\u00e4nge rund um die wissenschaftlich-gutachterlich verbr\u00e4mte Schw\u00e4chung des Naturschutzes zu Gunsten der Windkraftindustrie in Deutschland verstanden werden (vgl. Epple 2017, 2021 mit konkreten Beispielen f\u00fcr Windkraft-Erm\u00f6glichung-Forschung und Befangenheit von Auftragsgutachtern, auch im Schwarzwald). <\/p>\n\n\n\n<p>Festzuhalten bleibt: Um die Zukunft der &#8222;windkraft<em>sensiblen<\/em>&#8220; &#8211; nicht nur <em>kollisionsgef\u00e4hrdeten<\/em> &#8211; Vogelarten in Deutschland und Europa ist es schlecht bestellt. Das gilt besonders f\u00fcr st\u00f6rungsempfindliche Waldarten wie Waldschnepfe (siehe Epple 2021) und eben: das Auerhuhn. <\/p>\n\n\n\n<p>Daran \u00e4ndert auch die mit gro\u00dfem Get\u00f6se und einer schrillen medialen Kritikaster-Begleitmusik aus der Richtung der teilweise bereits fanatisch argumentierenden Windkraft-Bef\u00fcrworter im August 2022 auf <em>Baden-W\u00fcrttemberg.de<\/em> vorgestellte &#8222;Neue Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn&#8220; nichts. Im Gegenteil: Diese&#8230;<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"> <a href=\"https:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/service\/presse\/pressemitteilung\/pid\/neue-planungsgrundlage-windenergie-und-auerhuhn\/\"><strong>Neue Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn<\/strong> <strong>f\u00fcr den Schwarzwald<\/strong><\/a> <\/h4>\n\n\n\n<p>&#8230;tr\u00e4gt zur Fortschreibung  des Untergangs der Auerh\u00fchner eher noch bei. <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst entstanden nach Bekanntwerden de Planungsgrundlage Schlagzeilen dieses Inhaltes; Beispiel dpa\/lsw:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color\"><em>&#8222;<strong>Das Auerhuhn im Schwarzwald wird vogelfrei: Auerhuhn, der Charaktervogel des Schwarzwaldes soll f\u00fcr die Windkraft sterben<\/strong> <\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color\"><em>17. August 2022, 16:03 UhrStuttgart (dpa\/lsw) &#8211; Das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn muss in mehreren Regionen des Schwarzwaldes nicht mehr ber\u00fccksichtigt werden, wenn es um Planung und Bau von Windr\u00e4dern geht.&nbsp;(&#8230;)Nach der neuen Planungsgrundlage spielt der Auerhuhnschutz auf rund 15.000 Hektar Windpotenzialfl\u00e4che im Schwarzwald k\u00fcnftig keine Rolle mehr&#8220;, teilten Umweltministerin Thekla Walker (Gr\u00fcne) und Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) mit(&#8230;)&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Wort &#8222;vogelfrei&#8220; kursierte einige Tage in den Medien, ist inzwischen aber nachtr\u00e4glich aus allen Artikeln verschwunden. <\/p>\n\n\n\n<p>Worum geht es?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die vor unseren Augen aus dem einst f\u00fcr sie so wertvollen Schwarzwald verschwindende Art soll mit der &#8222;Neuen Planungsgrundlage&#8220; eine Trendwende erreicht werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich jedoch durch die gleichzeitige \u00d6ffnung gro\u00dfer Bereiche f\u00fcr die Windkraft um den Versuch der Quadratur des Kreises. Letztendlich ist es m\u00f6glicherweise bereits die <strong>Besiegelung des lokalen und regionalen Aussterbens <\/strong> <strong>des &#8222;Urvogels&#8220; f\u00fcr den Waldnaturschutz<\/strong>. :<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"723\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-723x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6168\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-723x1024.png 723w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-212x300.png 212w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-768x1088.png 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-1084x1536.png 1084w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20-1445x2048.png 1445w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-09-16-um-10.10.20.png 1468w\" sizes=\"(max-width: 723px) 100vw, 723px\" \/><figcaption>Hier die Karte zur Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn, wie sie der \u00d6ffentlichkeit auf der <a href=\"https:\/\/rp.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/RP-Internet\/Themenportal\/Energie\/Kartengrundlage_Auerhuhn_Windenergie_2022.pdf\">Internetseite des Landes Baden-W\u00fcrttemberg z<\/a>ur Verf\u00fcgung steht.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Warum ist der Ansatz im Sinne des ganzheitlichen Naturschutzes zu kleinkariert und zu kurz gesprungen? Einige Stichworte &#8211; man beachte:&#8230;<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die stark zerst\u00fcckelten &#8222;Ausschlussgebiete&#8220;, die sich den derzeitigen bereits stark verinselten Rest-Vorkommen der Auerh\u00fchner anpassen (dunkelblau). Noch vor wenigen Jahrzehnten war das Vorkommen im Schwarzwald weitgehend zusammenh\u00e4ngend (siehe H\u00f6lzinger 1987, dort eine Verbreitungskarte, Abb. 856, S. 935),<\/li><li>die recht kleinen zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chen f\u00fcr Restriktionen (es geht um einen mehrere Hundert Meter einzuhaltenden Abstand; in der Karte ockerfarben),<\/li><li>die schmalen  &#8222;Korridore&#8220; mit Ausschlussempfehlung. Ihre Festlegung erscheint dar\u00fcber hinaus in der Praxis teilweise willk\u00fcrlich &#8211; siehe das oben erw\u00e4hnte Beispiel der Precht\u00e4ler Schanze (hellblau).<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Entscheidend negativ aber ist in der durch die Landesregierung selbst-belobigten neuen Planungsgrundlage die &#8222;Freigabe&#8220; von rund 15.000 Hektar Fl\u00e4chen f\u00fcr die Windkraftindustrie, in denen es bisher wenigstens einige Restriktionen f\u00fcr den Auerhahn gab<\/strong>. Dazu der zust\u00e4ndige Forst-Minister Hauk (CDU) in der PM vom 17.08.2022 w\u00f6rtlich: <em><a href=\"https:\/\/www.baden-wuerttemberg.de\/de\/service\/presse\/pressemitteilung\/pid\/neue-planungsgrundlage-windenergie-und-auerhuhn\/\">\u201eEs ist deshalb eine gute Nachricht sowohl f\u00fcr die Energiewende als auch f\u00fcr den Naturschutz in Baden-W\u00fcrttemberg, dass wir nun windh\u00f6ffige Fl\u00e4chen in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 21.000 Fu\u00dfballfeldern als zus\u00e4tzliches Potenzial haben, bei denen bisherige Restriktionen zum Schutz des Auerhuhns wegfallen. Trotzdem k\u00f6nnen wir unser gemeinsames Ziel errei\u00adchen, dem Auerhuhn ein langfristiges \u00dcberleben im Schwarzwald zu erm\u00f6glichen.\u201c<\/a><\/em>  Ein solcher planerischer Federstrich ist sowohl rechtlich (Kollision mit Vorgaben des europ\u00e4ischen Naturschutz-Rechtes) als auch \u00f6kologisch (Nicht-Ber\u00fccksichtigung der M\u00f6glichkeit einer Wiederausbreitung des Auerhuhns, s.u.) mehr als fragw\u00fcrdig:  <\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Planungsgrundlage wird das schon jetzt alarmierend geschrumpfte Auerhuhn-Areal im Schwarzwald zementiert. Die sehr wohl m\u00f6gliche Wiederausbreitung der Art wird im Planungshandeln pro Windkraft per Federstrich von vorne herein stark eingeschr\u00e4nkt und damit in einigen Bereichen (etliche Beispiele etwa im mittleren Schwarzwald, siehe herausgegriffen die Fotos der Windindustrie auf der &#8222;Precht\u00e4ler Schanze&#8220;, auf dem \u201eHohenlochen \u2013 Burzb\u00fchl\u201c) schon heute weitgehend ausgeschlossen. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6227\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-300x169.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-768x432.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Drohnenaufnahme-2048x1152.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Windkraftindustrie im mittleren Schwarzwald w\u00e4hrend der Bauphase. Das Bild zeigt das Windindustriegebiet  <strong>&#8222;Hohenlochen-Burzb\u00fchl&#8220;<\/strong> bei  Oberwolfach. Foto: B\u00fcrgerinitiative&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.windvernunft-wolf-kinzig.de\/\">Radlos Windvernunft an Wolf und Kinzig e.V.<\/a> <br>Der H\u00f6henr\u00fccken \u201eHohenlochen \u2013 Burzb\u00fchl\u201c war als &#8222;Auerhuhnschutzgebiet 2&#8220; eingestuft. Dieses Gebiet liegt  angrenzend an einem Auerhuhnschutzgebiet der Kategorie 1.&nbsp; F\u00fcr die vier Anlagen wurden f\u00fcr Zuwegung und Stellpl\u00e4tze ca. 10 Hektar Wald abgeholzt. Auf dem Bergr\u00fccken verlief vorher nur der 1 m breite ber\u00fchmte Fernwanderweg, der &#8222;Westweg&#8220;. Bei zwei Anlagen mussten nach 6 Monaten Betrieb bereits die Fl\u00fcgel ausgewechselt werden. <br>Die Freigabe tausender Hektar Fl\u00e4chen f\u00fcr die Windkraft im Schwarzwald durch die &#8222;Neue Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn&#8220; schr\u00e4nkt die Lebensraumqualit\u00e4t (nicht nur) f\u00fcr die Auerh\u00fchner ein. Sie bedeutet  Bedrohung und Lebensraumverlust f\u00fcr weitere windkraftsensible Wildtiere (Waldschnepfe, Flederm\u00e4use; siehe Text).<br>Anl\u00e4sslich eines Besuches der GR\u00dcNEN-Politiker MP Kretschmann und UM-Ministerin Walker an diesem Windindustriegebiet kolportiert der <strong>&#8222;Schwarzw\u00e4lder Bote&#8220; (Lahrer Zeitung)<\/strong> am <strong>08.09.2022<\/strong> alle derzeit in der und durch die Politik verbreiteten  Narrative f\u00fcr das Durchpeitschen der Windkraftindustrie bis hinein in sensibleste Naturlagen: <br> <em><a href=\"https:\/\/www.schwarzwaelder-bote.de\/inhalt.neuer-windpark-kretschmann-und-walker-werben-in-hausach-fuer-energiewende.031a25ba-6d14-47cf-83e8-5bf899aaeed8.html\">&#8222;(&#8230;)Hausach.  Der&nbsp;Windpark&nbsp;Hohenlochen bei&nbsp;Oberwolfach&nbsp;und Hausach (Ortenaukreis) sei eine beispielhafte Anlage, die 22 000 Menschen mit \u00d6kostrom versorgen k\u00f6nne, sagte Umwelt- und&nbsp;Energieminsterin Walker am Donnerstag. Justizministerin Marion Gentges (CDU) war auch vor Ort.(&#8230;)Angesichts des Russland-Ukraine-Krieges sei der z\u00fcgige Ausbau von Windkraft und Photovoltaik-Anlagen das Gebot der Stunde, sagte Walker. <strong>&#8222;Erneuerbare Energien sind der Schl\u00fcssel f\u00fcr&nbsp;Klimaschutz, f\u00fcr Unabh\u00e4ngigkeit von autokratischen Rohstofflieferanten und f\u00fcr Versorgungssicherheit&#8220;,<\/strong> sagte die Gr\u00fcnen-Politikerin.&#8220;<\/a><\/em> (fette Hervorhebung durch WE).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Neue Planungsgrundlage&#8220;  widerspricht mit der Freigabe von 15.000 Hektaren Waldfl\u00e4chen aus den Restriktionen f\u00fcr den Auerhuhnschutz den Zielen und Inhalten des Naturschutzrechtes, und sie greift allenfalls ansatzweise das in der Fachliteratur konkret belegte Wissen \u00fcber die beim Auerhuhn sehr wohl m\u00f6gliche \u00e4u\u00dferst dynamische Reaktion der Teil-Populationen auf: Auerh\u00fchner k\u00f6nnten eindrucksvoll zur\u00fcckkehren und neue Areale besiedeln, wenn die Verh\u00e4ltnisse durch nat\u00fcrliche Prozesse und\/oder  gezielte Anstrengungen des Menschen wieder nachhaltig verbessert w\u00fcrden (siehe Zitat aus der &#8222;Avifauna Baden-W\u00fcrttemberg&#8220; im folgenden Abschnitt). Die simplifizierende Formel: &#8222;Das Auerhuhn stirbt wegen des Klimawandels  im Schwarzwald sowieso aus&#8220; ist jedenfalls kritisch zu hinterfragen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der NABU applaudiert&#8230;<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Wieder einmal ist der (inzwischen auf wohl allen Ebenen?) auf Windkraft-Kurs gebrachte NABU zur Stelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/tiere-freiburg-im-breisgau-auerhuhn-teilen-des-schwarzwalds-nicht-mehr-geschuetzt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220817-99-417751\"><em>&#8222;<\/em>(<em>&#8230;) Applaus kommt von den Natursch\u00fctzern, die die klare Abgrenzung von m\u00f6glichen Fl\u00e4chen f\u00fcr die Windkraft zu den Gebieten mit vorrangigem Schutz des Auerhuhns begr\u00fc\u00dften. &#8222;Damit kann es gelingen, das \u00dcberleben dieser vom Aussterben bedrohten Vogelart bei gleichzeitigem Ausbau der Windenergienutzung zu sichern&#8220;, sagte Martin Klatt, Artenschutzreferent des Naturschutzbundes&nbsp;Deutschland (Nabu)(&#8230;)<\/em>&#8222;<\/a>; ist der Meldung des dpa-Landesstudios (lsw), abgedruckt bei der &#8222;S\u00fcddeutschen&#8220;, zu entnehmen. Man applaudiert <strong>wohlgemerkt damit auch f\u00fcr die Herausnahme von 15.000 Hektaren bisheriger Restriktionsfl\u00e4che f\u00fcr den Auerhuhnschutz. <\/strong>Zur Rolle der <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/01\/27553.html\">Umweltorganisationen, die schon am 30. Januar 2020 eine Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie<\/a> forderten, siehe die Seite zur Windkraft auf dieser Homepage <a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=86\">hier<\/a>. Eine beklemmende Parallele zum <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/panorama\/reinhardswald-muss-windpark-werden---beim-abholzen-herrschte-hektik-31613972.html\">Verhalten des NABU im Falle des Reinhardswaldes in Hessen.<\/a> Auf dieser Homepage eingeordnet <a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=5253\">hier.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl die Planungsgrundlage nicht den Schutzanforderungen f\u00fcr das Auerhuhn im Schwarzwald gerecht wird, wird sie von Windkraftbetreibern und ihnen Nahestehenden als &#8222;\u00fcberzogen&#8220; kritisiert. Eine Kampagne durch einen Angestellten einer Freiburger Consulting-Firma gegen die von ihm so bezeichnete &#8222;Lex Auerhuhn&#8220; (gemeint ist die Planungsgrundlage) flankiert die Entt\u00e4uschung der Windkraftlobby, die sich offenbar schon f\u00fcr gro\u00dfe Teile des Schwarzwaldes am Ziel ihrer Begehrlichkeiten gesehen hatte. Die Geschichte in aller K\u00fcrze:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stimmungsmache  eines Windkraft-Gutachters gegen die  ohnehin f\u00fcr den Schutz des Auerhuhns unzureichende Planungsgrundlage <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Zur Vorbereitung fachlicher Grundlagen f\u00fcr den Schutz der Auerh\u00fchner im Zuge der Industrialisierung des Schwarzwaldes mit Windkraft hatte das Umweltministerium Baden-W\u00fcrttemberg innerhalb der Facharbeitsgruppe Auerhuhn eine zw\u00f6lfk\u00f6pfige <em>Unterarbeitsgruppe II Windenergie und Auerhuhn Vereinbarkeit von Klima- und Auerhuhnschutz im Schwarzwald <\/em>einberufen, in der auch der studierte <a href=\"https:\/\/www.oekonzept-freiburg.de\/ueber-uns\/\">Forstwirt Thomas Ullrich, Angestellter der erw\u00e4hnten Freiburger Consulting-Firma <\/a>mitwirkte. Mit gro\u00dfem Get\u00f6se und einem durch den <a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/matthias.griebl.96\/posts\/pcb.10221128880187072\/?photo_id=10221128879627058&amp;mds=%2Fphotos%2Fviewer%2F%3Fphotoset_token%3Dpcb.10221128880187072%26photo%3D10221128879627058%26profileid%3D0%26source%3D48%26refid%3D52%26__tn__%3DEH-R%26cached_data%3Dfalse%26ftid%3D&amp;mdp=1&amp;mdf=1\">Windkraftbetreiber Matthias Griebl* auf Facebook geposteten Schreiben vom 06.04.2022 trat Ullrich aus der Arbeitsgruppe aus<\/a>, und erhielt seither in der \u00f6rtlichen Presse wiederholt eine Plattform f\u00fcr seine Emp\u00f6rung \u00fcber den nach seiner Ansicht <em>&#8222;\u00fcberzogenen Schutz des Auerhahns, der den Ausbau der Windkraft behindere und damit den Klimawandel beschleunige&#8220;<\/em>  (Offenburger Tagblatt vom 24.08.2022). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">* Matthias Griebl, Achern,  ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter bei Griebl Media GmbH. Windpark Hornisgrinde GmbH &amp; Co.KG. Er k\u00e4mpft seit Jahren f\u00fcr eine zweite Windkraftanlage auf der Hornisgrinde, dem h\u00f6chsten Berg des Nordschwarzwaldes.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die einseitige Festlegung von Windkraft-Auftragsgutachtern <em>pro<\/em> Windkraft ist hinl\u00e4nglich bekannt (ausf\u00fchrlich mit Beispielen aufgearbeitet in Epple 2017, 2021). Die Agitation aus der Allianz mit Windkraftbetreibern im Zusammenhang mit dem Schutz des Auerhuhns gegen eine ohnehin unzureichende und f\u00fcr den Naturschutz lange nicht zielf\u00fchrende amtliche Planungsgrundlage enth\u00e4lt allerdings einige so bemerkenswert steile Aussagen und Festlegungen, dass sie hier aufgegriffen werden soll. Bezug genommen wird hierbei auf drei Quellen: Ein <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/599\/auerhaehnen-ist-das-windrad-piepegal-8432.html\">Interview Ullrichs in der Stuttgarter Wochenzeitung &#8222;Kontext:&#8220;<\/a>, auf sein durch den Windkraftbetreiber M. Griebl ver\u00f6ffentlichtes <a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/matthias.griebl.96\/posts\/pcb.10221128880187072\/?photo_id=10221128879627058&amp;mds=%2Fphotos%2Fviewer%2F%3Fphotoset_token%3Dpcb.10221128880187072%26photo%3D10221128879627058%26profileid%3D0%26source%3D48%26refid%3D52%26__tn__%3DEH-R%26cached_data%3Dfalse%26ftid%3D&amp;mdp=1&amp;mdf=1\">Austrittsschreiben aus der Unterarbeitsgruppe<\/a>, und auf einen Bericht im<em> Offenburger Tagblatt<\/em> vom 24.08.2022. In den Wortmeldungen wird erkennbar, dass und wie sehr Befangenheit mit einer Festlegung auf Interessen der Windkraftindustrie vorliegt. Au\u00dferdem kann eine gewisse Ignoranz gegen\u00fcber den Rechtsgrundlagen, dem Ziel und Geist der zu Grunde liegenden Berner Konvention und den aus ihr hervorgegangenen h\u00f6herrangigen Richtlinien der EU zum Artenschutz attestiert werden. Dem Leser seien die Original-Wortmeldungen des Agitierenden ans Herz gelegt. Hier kann aus Platzgr\u00fcnden nur kursorisch auf einige &#8222;Highlights&#8220; eingegangen werden:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Vermengung von Klimawandel (der angeblich das Auerhuhn im Schwarzwald ohnehin zum Aussterben verurteilt) und Windkraft ist in Kreisen der Windkraftindustrie notorisch. F\u00fcr einen sich nach seinen eigenen Worten der &#8222;guten fachlichen Praxis&#8220; verpflichtenden Gutachter ist diese Vermengung aufgrund der N\u00e4he zu den Windkraft-Betreibern kritikw\u00fcrdig: Selbst Hunderte zus\u00e4tzliche Windkraftanlagen im Schwarzwald h\u00e4tten keine messbare Auswirkung auf den <em>globalen<\/em> Klimawandel. <em>Regional<\/em> ergebnisoffene Schutzg\u00fcterabw\u00e4gung nach geltendem Recht m\u00fcsste bedeuten: Die Opferung einer Vorzugslandschaft und die weitere versch\u00e4rfte Gef\u00e4hrdung bis hin zum lokalen Aussterben einer der  Leitarten (Auerhuhn) dieser Landschaft muss gegen den vorgeblichen Beitrag zum sogenannten Klimaschutz abgewogen werden.<\/li><li>Die folgende Behauptung &#8211; in der sich Ullrich zus\u00e4tzlich auf den Ornithologen Peter Berthold beruft- ist fragw\u00fcrdig: Unter heutigen Bedingungen des Klimawandels ist eine Wiederbesiedlung fr\u00fcherer Lebensr\u00e4ume oder die zuk\u00fcnftige (Wieder-)Ausdehnung des heute geschrumpften Areals der Auerh\u00fchner praktisch ausgeschlossen. Hierzu ein Zitat aus der <strong>&#8222;Avifauna Baden-W\u00fcrttemberg&#8220; (H\u00f6lzinger 1987, s.o., S. 937<\/strong>): <em>&#8222;In der Zeit zwischen 1890 und 1920, zum Teil bis 1925, fand eine enorme Zunahme mit einer starken Ausbreitungstendenz statt. In diese Zeit mit relativ trockenen und niederschlagsarmen Jahren f\u00e4llt die maximale Verbreitung des Auerhuhns im Bereich des heutigen Baden-W\u00fcrttembergs. Bis etwa zum Jahre 1890 war das Auerhuhn nur im Schwarzwald, im Odenwald und sehr wahrscheinlich auch im w\u00fcrttembergischen Allg\u00e4u regelm\u00e4\u00dfiger Brutvogel.Nach 1890 trat die Art imn Gebieten auf, wo sie nie vorgekommen oder zumindest seit \u00fcber 100 Jahren verschwunden war (vgl. Bruns 1916). Die wichtigsten dieser wieder- bzw. neubesiedelten Gebiete waren der Stadtwald von Rottenburg (Rammert), der Sch\u00f6nbuch, die Stuttgarter Waldberge, der Schw\u00e4bisch-Fr\u00e4nkische Wald, die Hohenloher Ebene und der Taubergrund (&#8230;)&#8220;<\/em> . Selbst dann, wenn Waldstrukturen vor Hundert Jahren insgesamt deutlich besser geeignet f\u00fcr das Auerhuhn einzusch\u00e4tzen sind (Stichworte: Offenere, strukturell vielseitigere W\u00e4lder, mit viel Wald-Kiefer und Beerstrauch-Vorkommen, insbesondere Heidelbeere), ist doch die Dynamik der Ausbreitung, die das &#8222;Eiszeit-Relikt&#8220; Auerhuhn vollbrachte und sicher noch immer vollbringen kann, beeindruckend. Die scharfe Argumentationsweise gegen die M\u00f6glichkeit der Wiederkehr und einer neuen Ausbreitung ist in Frage gestellt.<\/li><li>In seinem Austrittsschreiben spricht Ullrich von einer <em><a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/matthias.griebl.96\/posts\/pcb.10221128880187072\/?photo_id=10221128879627058&amp;mds=%2Fphotos%2Fviewer%2F%3Fphotoset_token%3Dpcb.10221128880187072%26photo%3D10221128879627058%26profileid%3D0%26source%3D48%26refid%3D52%26__tn__%3DEH-R%26cached_data%3Dfalse%26ftid%3D&amp;mdp=1&amp;mdf=1\">&#8222;Windkraftverhinderung quasi im ganzen Schwarzwald&#8220;<\/a><\/em>. Man vergleiche hierzu die Kartengrundlage (s.o.). Die Aussage (&#8222;quasi ganzer Schwarzwald&#8220;) ist so \u00fcberzogen, dass sie dadurch schlicht falsch wird.<\/li><li>Ullrich, der als &#8222;Fachgutachter&#8220; nach eigener Darstellung stets die &#8222;gute fachliche Praxis&#8220; hochh\u00e4lt, betont in seinen Wortmeldungen, dass es f\u00fcr den Schutz des Auerhuhns darauf ankomme,<em> nur<\/em> die aktuellen Vorkommen zu ber\u00fccksichtigen, wenn es um Genehmigung von Windkraft gehe. Er stellt damit das in den Naturschutz- Rechtsgrundlagen verankerte Prinzip der Wiedergutmachung grunds\u00e4tzlich in Frage bzw. ignoriert, dass <strong>zum systematischen Naturschutz-Rechtsprinzip ganz wesentlich die Erm\u00f6glichung der Wiederkehr von bereits verschwundenen Arten geh\u00f6rt<\/strong>. So polemisiert Ullrich im <em>Offenburger Tagblatt <\/em>vom 24.08.2022 gegen die Planungsgrundlage, als &#8222;Lex Auerhuhn&#8220; bezeichnet; Auszug aus dem Artikel: &#8222;(&#8230;) Im Gegensatz zu allen anderen Tierarten rechne man im Umweltministerium mit einer Wiederbesiedlung von Fl\u00e4chen durch das Auerhuhn. Ullrich wird w\u00f6rtlich zitiert: <em>&#8222;Genauso gut k\u00f6nnte man argumentieren, dass es im Stadtwald Baden-Baden vor Hunderten Jahren Luchse und B\u00e4ren gab und man deshalb jetzt dort B\u00e4renfl\u00e4chen ausweist&#8220;,<\/em> \u00e4rgert sich Ullrich. Es gehe darum, die Fl\u00e4chen darzustellen, auf denen das Auerhuhn aktuelle vorkommt und den Restbestand dort restriktiv zu sch\u00fctzen. (&#8230;)&#8220;. Offensichtlich erkennt der Forstwirt in Windkraft-Diensten sogar den Widerspruch zur eigenen Argumentation nicht: Wenn bei nur noch 114 balzenden H\u00e4hnen im Schwarzwald schon jetzt von keiner Zukunft-f\u00e4higen Population auszugehen ist, m\u00fcssen Areale f\u00fcr Wiederausbreitung, Wiederbesiedlung und damit Bestandserh\u00f6hung erm\u00f6glicht und von Beeintr\u00e4chtigungen frei gehalten werden. <\/li><li>Schwer wiegt die bereits erw\u00e4hnte, erkennbare Ignoranz eines Gutachters gegen Ziele und Inhalte des geltenden Naturschutz-Rechts. Auf das h\u00f6herrangige Europ\u00e4ische Recht sei hingewiesen: Vogelschutz-RL, dort Artikel 3; Fauna-Flora-Habitat-RL, dort Artikel 2. Wiederherstellung zerst\u00f6rter Lebensst\u00e4tten und Neuschaffung von Lebensst\u00e4tten waren schon 1979 ein erkl\u00e4rtes Ziel der Vogelschutz-Richtlinie (Art. 3 (2)b., c., d.). In seiner Entt\u00e4uschung, die Ullrich mit Windkraftbetreibern teilt, verteidigt er den engstirnigen Ansatz einer Fokussierung auf den Jetzt-Zustand, der im katastrophalen Falle das Auerhuhns im Schwarzwald in der Tat das Aus f\u00fcr den Fortbestand bedeuten k\u00f6nnte. Es ist jener Laufstall, in den enge Kartierungskriterien den Naturschutz im Konflikt mit Eingriffen von jeher einzw\u00e4ngen (ausf\u00fchrliche Argumentation in meinem Buch zum Konflikt, Epple 2017, 2021). Es stimmt bedenklich, dass &#8222;qualifizierte Wissenschaftler&#8220; (Selbstdarstellung des Consulting-B\u00fcros, f\u00fcr das Ullrich arbeitet) in dieser Weise mit verengter Sicht und ohne Vision f\u00fcr den Raumgriff eines in die Zukunft tragenden Naturschutzes arbeiten. Ullrichs Argumente sind im \u00dcbrigen durch die Wirklichkeit der R\u00fcckkehr bereits ausgerotteter Arten (nicht nur der Geschichte des Auerhuhns in Baden-W\u00fcrttemberg, s.o.) krachend widerlegt. Was meint der Artikel im <em>Offenburger Tagblatt<\/em> mit &#8222;im Gegensatz zu allen anderen Tierarten&#8220;? Sehr wohl kehren unter unseren Augen Tierarten in angestammte Bereiche zur\u00fcck. Man denke an die gut dokumentierte R\u00fcckkehr des Kolkraben oder des Wolfs, an die Wiederausbreitung des Fischotters etwa im \u00f6stlichen Bayern, an die Wiederausbreitung des Bibers, des Schwarzstorchs (die neuerdings auch durch die Invasion der Windkraft in ihre Lebensr\u00e4ume konterkariert wird) und und und&#8230;<\/li><li>Dass Ullrich in seinem Austrittsschreiben aus der Unterarbeitsgruppe schlie\u00dflich noch bedauert, dass Fl\u00e4chen des Staatswaldes durch das Vorgehen der Planungsgrundlage nun nicht der Windkraft zur Verf\u00fcgung stehen (!), entlarvt seine eindeutig einseitige Stellung im Konflikt. W\u00f6rtlich schreibt er: <em><a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/matthias.griebl.96\/posts\/pcb.10221128880187072\/?photo_id=10221128879627058&amp;mds=%2Fphotos%2Fviewer%2F%3Fphotoset_token%3Dpcb.10221128880187072%26photo%3D10221128879627058%26profileid%3D0%26source%3D48%26refid%3D52%26__tn__%3DEH-R%26cached_data%3Dfalse%26ftid%3D&amp;mdp=1&amp;mdf=1\">&#8222;Ausgeschlossen wird bei diesem Vorgehen \u00fcbrigens die eine oder andere (artenschutzrechtlich) m\u00f6gliche Staatswaldfl\u00e4che, auf der entsprechende Windkraftertr\u00e4ge erwirtschaftet werden k\u00f6nnten, die dem Staatshaushalt direkt entgehen werden.&#8220;<\/a><\/em>  Ein Artenschutz-Gutachter hat in schon bezeichnender Weise &#8222;Windkraftertr\u00e4ge, die erwirtschaftet werden k\u00f6nnten&#8220; im Sinn. Die Auslieferung der Staatsw\u00e4lder an die Windkraftindustrie mit begleitenden Innengesch\u00e4ften des Staates ist einer der herausragenden Skandale im Zuge der Entwertung von W\u00e4ldern und Landschaften durch die Invasion der Windkraft. N\u00e4heres hierzu <a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=4447\">auf dieser Seite<\/a> der Homepage<\/li><\/ul>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auerhuhn weltweit nicht gef\u00e4hrdet &#8211; warum also im Schwarzwald sch\u00fctzen?<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Ist lokal oder regional nicht sch\u00fctzenswert, was \u00fcberregional und\/oder weltweit nicht bedroht ist? Immer wieder wird anl\u00e4sslich der Diskussion um Schutzw\u00fcrdigkeit abgehoben auf nicht bedrohte Weltbest\u00e4nde und riesiges Verbreitungsgebiet einer Spezies. So ergeht es neben dem heftig gehassten Wolf nun auch dem Auerhuhn. Die Frage, ob denn das Auerhuhn weltweit vom Aussterben bedroht ist, wird gezielt und geschickt eingestreut in das <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/599\/auerhaehnen-ist-das-windrad-piepegal-8432.html\">fragw\u00fcrdige Interview, das Windkraft-Gutachter Ullrich einer Stuttgarter Wochenzeitung gegeben hat  (<em>&#8220; Auerh\u00e4hnen ist das Windradpiepegal&#8220;<\/em><\/a>, s.o.). Die dortige Antwort ist fachlich richtig, Subtext und Einbindung haben Tendenz&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p>Die naturethische Dimension des in der Windkraftdiskussion st\u00e4ndig nachgeplapperten Populationsargumentes ist ausf\u00fchrlich  <a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/14520106.pdf\">diskutiert in Epple 2009<\/a>;  Anlass waren Verlautbarungen eines bayerischen Wildbiologen,  Manfred W\u00f6lfl, aus 1999 (S.96). W\u00f6lfl hatte formuliert:<em>&nbsp;\u201e(&#8230;) als in seinem eurasischen Verbreitungsgebiet nicht gef\u00e4hrdete Unterart Canis lupus lupus (Okarma 1997) braucht der Wolf Bayern nicht zum \u00dcberleben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">W\u00f6lfl, M. (1999): An&nbsp;und Einsichten zu Gro\u00dftierarten im BayerischB\u00f6hmischen Grenzgebirge.<br>Meinungsbild zur Akzeptanz gegen\u00fcber Gro\u00dftierarten in der Natur&nbsp;und Erholungslandschaft<br>des BayerischB\u00f6hmischen Grenzgebirges. 123S. Auftragsstudie f\u00fcr die Regierung von Niederbayern.<\/p>\n\n\n\n<p>Hierzu habe ich 2009 festgestellt und gefragt: <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/14520106.pdf\"><em>&#8222;Wenn eine \u00f6kologische Systemebene f\u00fcr unwichtig erkl\u00e4rt wird, kann dies auf weitere Ebenen&nbsp;durchgereicht&nbsp;werden.<\/em> (&#8230;) <em><strong>Ist also alles, was&nbsp;global&nbsp;nicht selten ist,&nbsp;regional&nbsp;nicht sch\u00fctzenswert?<\/strong><\/em><\/a>&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p>In der Roten Liste der IUCN gilt das <a href=\"http:\/\/datazone.birdlife.org\/species\/factsheet\/western-capercaillie-tetrao-urogallus\">Auerhuhn als nicht gef\u00e4hrdet (&#8222;Least Concern&#8220;). Die Begr\u00fcndung, Kriterien und die Kartengrundlage sind bei &#8222;Birdlife International&#8220; ver\u00f6ffentlicht<\/a>, und sollen hier f\u00fcr interessierte Leser (Text per google-\u00dcbersetzer \u00fcbersetzt) wiedergegeben werden (fette Hervorhebung durch WE): <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><strong>Begr\u00fcndung der Einstufung&nbsp;&nbsp;f\u00fcr die Rote Liste (der IUCN):<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\">Diese Art hat ein <strong>extrem gro\u00dfes Verbreitungsgebiet<\/strong> und n\u00e4hert sich daher nicht den Schwellenwerten f\u00fcr \u201eGef\u00e4hrdet\u201c unter dem&nbsp;<strong>Kriterium \u201eVerbreitungsareal\u201c<\/strong>&nbsp;(Ausdehnung des Vorkommens &lt; 20.000 km2 kombiniert mit einer abnehmenden oder schwankenden Verbreitungsgr\u00f6\u00dfe,&nbsp;Habitatausdehnung\/-qualit\u00e4t oder Populationsgr\u00f6\u00dfe und einer kleinen Anzahl von Standorten oder starke Fragmentierung). Trotz der Tatsache, dass der Populationstrend abzunehmen scheint, wird angenommen, dass der <strong>R\u00fcckgang nicht schnell genug ist, um sich den Schwellenwerten f\u00fcr \u201eGef\u00e4hrdet\u201c gem\u00e4\u00df dem&nbsp;Kriterium des Populationstrends&nbsp;zu n\u00e4hern<\/strong> (&gt; 30 % R\u00fcckgang \u00fcber zehn Jahre oder drei Generationen). Die Populationsgr\u00f6\u00dfe ist extrem gro\u00df und <strong>n\u00e4hert sich daher nicht den Schwellenwerten f\u00fcr \u201eGef\u00e4hrdet\u201c nach dem&nbsp;Kriterium der Populationsgr\u00f6\u00dfe<\/strong>&nbsp;(&lt; 10.000 erwachsene Individuen mit einem anhaltenden R\u00fcckgang, der in zehn Jahren oder drei Generationen auf &gt; 10 % gesch\u00e4tzt wird, oder mit einer bestimmten Populationsstruktur). . Aus diesen Gr\u00fcnden wird&nbsp;die Art als&nbsp;<strong>am wenigsten betroffen&nbsp;<\/strong>bewertet. (\u201eLeast&nbsp;Concern\u201c).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23-1024x681.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6297\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23-1024x681.jpeg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23-300x199.jpeg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23-768x510.jpeg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23-700x465.jpeg 700w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/Bildschirmfoto-2022-11-10-um-08.22.23.jpeg 1339w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Quelle:<\/strong> BirdLife International (2022) Species factsheet:&nbsp;<em>Tetrao&nbsp;urogallus<\/em>. Downloaded from&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.birdlife.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.birdlife.org<\/a>&nbsp;on 10\/11\/2022. Recommended citation for factsheets for more than one species: BirdLife International (2022) IUCN Red List for birds. Downloaded from&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.birdlife.org\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.birdlife.org<\/a>&nbsp;on 10\/11\/2022.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aus dem gesicherten Wissen \u00fcber Aussterbevorg\u00e4nge von Spezies, die immer regional und lokal beginnen und am Ende kumuliert stattfinden (ausf\u00fchrlich diskutiert auch in meinem <a href=\"https:\/\/www.bod.de\/buchshop\/windkraftindustrie-und-naturschutz-wolfgang-epple-9783753416991\">Buch zum Konflikt Windkaft-Naturschutz<\/a>) , l\u00e4sst sich begr\u00fcnden, weshalb alle Bem\u00fchungen zum Erhalt der lokalen und regionalen Populationen gerechtfertigt sind (Stichwort: m\u00f6glicherweise unwiederbringliches Verschwinden von angepasstem Erbgut bei der R\u00e4umung von Arealen). <strong>Niemand kann mit Sicherheit sagen, dass das Verschwinden des Auerhuhns aus dem Schwarzwald aus der Sicht der Evolution nicht &#8211; auch \u00fcberregional &#8211; bedeutsam w\u00e4re.<\/strong> Aus der Sicht der Naturausstattung Europas w\u00e4re es ein kaum bezifferbarer, gro\u00dfer Verlust.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz ger\u00e4uschlos d\u00fcrfte die Geschichte der letzten Auerh\u00fchner des Schwarzwaldes auch zuk\u00fcnftig nicht weiter oder gar zu Ende gehen. Die Verpflichtungen aus internationalen Konventionen und dem Recht der EU werden in jedem Falle weiterhin auf der Agenda bleiben. Ein Vorgeschmack:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Aussterben des Auerhuhns im Schwarzwald besch\u00e4ftigt in Umsetzung der Berner Konvention den Europarat<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>In einem Meeting zur Berner Konvention&#8230;:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"942\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-11-um-10.24.58-1024x942.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-6193\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-11-um-10.24.58-1024x942.png 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-11-um-10.24.58-300x276.png 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-11-um-10.24.58-768x707.png 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-11-um-10.24.58.png 1506w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong>Titel der <a href=\"https:\/\/rm.coe.int\/tpvs05e-2022-report-1stbureau-6-7-april-2022-\/1680a661d8\">Ver\u00f6ffentlichung durch das Sekretariat der Berner Konvention <\/a><\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8230; wird nach einer eingegangenen Beschwerde Deutschland hinsichtlich des Aussterbens der Auerh\u00fchner im Schwarzwald unter Beobachtung gestellt; hier sei w\u00f6rtlich der Beschluss wiedergegeben:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.5. New complaints<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/rm.coe.int\/tpvs05e-2022-report-1stbureau-6-7-april-2022-\/1680a661d8\"><em>2021\/05: Germany: Habitat loss in Baden-W\u00fcrttemberg threating the conservation of&nbsp;Tetrao urogallus<\/em><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-text-color\"><strong><em>Decision:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-text-color\"><em>The Bureau acknowledged the new complaint received as well as the detailed response from the authorities of Germany.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-text-color\"><em>The Bureau took note of the allegations of the complainant that the&nbsp;Tetrao urogallus&nbsp;population in the Black Forest was declining due to habitat loss, despite an Action Plan for its conservation adopted in 2008. The Bureau also took note of the evaluation of the Action Plan, which showed shortcomings in its implementation, especially on habitat management, avoidance of anthropogenic disturbances and predator management.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-text-color\"><em>The Bureau welcomed the launch of a new Action Plan for the period 2021-2026 to address the shortcomings in the implementation of the previous Action Plan. The German authorities were requested to clarify in their next report on how the new Action Plan would specifically address the issues of conservation and restoration of the habitat and what results would be expected in the 5-year timeframe. The Bureau also asked the authorities to explain how predator management would work alongside the reduction of the hunting area.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-purple-color has-text-color\"><em>The Bureau decided to consider the complaint as on stand-by and requested both parties to report<\/em> <em>updates for the Bureau meeting in Spring 2023.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-6241\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-300x200.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-768x512.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/121-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Bald Vergangenheit? Balzender Auerhahn im Schwarzwald. Foto: Wolf Hockenjos<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Man darf gespannt sein, in welcher Weise die Herausnahme von 15.000 Hektaren bisheriger Restriktionsfl\u00e4chen und damit die Beschleunigung des Ausbaus der die Auerh\u00fchner weiter einschr\u00e4nkenden Windkraft im Schwarzwald dargestellt und die mit Sicherheit negativen Folgen f\u00fcr die Habitate der windkraftsensiblen und h\u00f6chst bedrohten Art gerechtfertigt werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V. habe ich die aktuelle Entwicklung aufgegriffen: <\/p>\n\n\n\n<p><em>Epple, W. (2023): Auerhuhn im Sinkflug durch Windkraft im Schwarzwald? Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V. 01\/2023: 8-15.&nbsp;<a href=\"https:\/\/naturschutz-initiative.de\/images\/PDF2023\/01NM2023.pdf\">Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V. 1\/2023: 8-15.<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beitragsbild: Das Auerhuhn ist in seinem Bestand in Mitteleuropa au\u00dferhalb der Alpen extrem gef\u00e4hrdet. 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