{"id":518,"date":"2019-12-08T12:12:55","date_gmt":"2019-12-08T12:12:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=518"},"modified":"2026-01-27T10:17:41","modified_gmt":"2026-01-27T10:17:41","slug":"windkraft-und-artenschutz-spezielles","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=518","title":{"rendered":"Windkraft und Artenschutz Spezielles"},"content":{"rendered":"\n<p>ver\u00f6ffentlicht Dezember 2019 <\/p>\n\n\n\n<p>Das Foto zeigt G\u00e4nseflug \u00fcber dem Dollart in der Gegend des \u201eBorssumer Hammrichs\u201c. Foto: Eilert Vo\u00df. <\/p>\n\n\n\n<p>In vielen Bereichen insbesondere an der Nordseek\u00fcste sind f\u00fcr den Vogelzug wichtige Routen, Areale und Schutzgebiete von Windkraftindustrie inzwischen f\u00f6rmlich umstellt, die Ausbau-Tendenz weiter steigend. \u00dcber langfristige Auswirkungen des \u201eHerausschneidens\u201c immer gr\u00f6\u00dferer Bereiche aus dem f\u00fcr die V\u00f6gel Kontinent-\u00fcberspannend lebensnotwendigen Zugrouten-, Rast- und Nahrungsplatz-Fl\u00e4chenangebot durch die Windkraftindustrie ist so gut wie nichts bekannt. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine Studie, die im April 2022 durch die <em>British Ecological Society<\/em> publiziert wurde, gibt allerdings erste alarmierende Hinweise zur Gef\u00e4hrdung und Gefahren-Hotspots f\u00fcr Zugv\u00f6gel durch Stromleitungen und Windkraftanlagen: <\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/besjournals.onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/1365-2664.14160\">Gauld, J.G. et al. (2022): Hotspots in the grid: Avian sensitivity and vulnerability to collision risk from energy infrastructure interactions in Europe and North Africa<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Allgemeinverst\u00e4ndlich sind wesentliche <a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/energie\/windkraft-karten-zeigen-kollisions-hotspots\/\">Ergebnisse dieser Studie bei Scinexx.de aufbereitet<\/a>; Auszug aus der Aufbereitung: <\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><em>&#8222;(&#8230;)<a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/energie\/windkraft-karten-zeigen-kollisions-hotspots\/\">Deutschland ist Hotspot f\u00fcr Windrad-Kollisionen<\/a><\/em><\/h5>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/energie\/windkraft-karten-zeigen-kollisions-hotspots\/\">Die neuen Karten geben auch Aufschluss, wo schon jetzt akute Gefahr droht. Sie umfassen die Fl\u00e4chen, in denen die Vogelzugrouten mit einer hohen Dichte von Windanlagen oder Hochspannungsleitungen zusammentreffen. \u201eDiese Gefahrenzonen sind nicht gleichm\u00e4\u00dfig im Studiengebiet verteilt: Nur f\u00fcnf L\u00e4nder machen zusammen 50,5 Prozent der Hochrisikofl\u00e4chen aus\u201c, berichten die Forschenden. Dazu geh\u00f6ren Deutschland, Spanien, Frankreich, die T\u00fcrkei und Polen.<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/news\/energie\/windkraft-karten-zeigen-kollisions-hotspots\/\">\u201eDie hohe Kollisionsgefahr in Mitteleuropa l\u00e4sst sich prim\u00e4r auf die hohe Dichte von Windturbinen zur\u00fcckf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt das Team. \u201eAllein Deutschland umfasst 55,2 Prozent aller Gitternetzzellen mit hohem Risiko durch Windturbinen.\u201c Bei L\u00e4ndern wie Spanien und der T\u00fcrkei geht ein Gro\u00dfteil des Risikos darauf zur\u00fcck, dass die Vogelzugrouten dort Engstellen aufweisen, in denen sich viele V\u00f6gel auf engsten Raum konzentrieren.<\/a>(&#8230;)&#8220;<\/em><a href=\"https:\/\/www.scinexx.de\/wp-content\/uploads\/k\/o\/kollisionskarten3g.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere im M\u00e4rz 2022 publizierte Studie  zeigt am Beispiel Kalifornien\/USA Auswirkungen des Ausbaus von Erneuerbaren Energien (Freifl\u00e4chen-PV und Windkraft) f\u00fcr Vogel<strong>populationen<\/strong> (die Betonung liegt auf dem in Deutschland stark ins Zentrum ger\u00fcckte Populationsebene): <\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/10.1098\/rsos.211558\">Conkling, T.J. et al. (2022): Vulnerability of avian populations to renewable energy production. Royal Society Open Science Vol. 9, Issue 3.<\/a> <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00dcbersetzung des Abstracts dieser Publikation, deren Lekt\u00fcre ich meinen Lesern sehr empfehle:<\/p>\n\n\n\n<pre id=\"tw-target-text\" class=\"wp-block-preformatted\"><a href=\"https:\/\/royalsocietypublishing.org\/doi\/10.1098\/rsos.211558\">Die Erzeugung erneuerbarer Energie kann einzelne V\u00f6gel t\u00f6ten, aber es ist wenig dar\u00fcber bekannt, wie sie sich auf Vogelpopulationen auswirkt. Wir haben die Anf\u00e4lligkeit von Populationen f\u00fcr 23 priorit\u00e4re Vogelarten bewertet, die in Wind- und Solaranlagen in Kalifornien, USA, get\u00f6tet wurden. Statistische Auswertungendeuten darauf hin, dass 48 % dieser Arten anf\u00e4llig f\u00fcr Auswirkungen auf Populationsebene durch zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle sind, die durch erneuerbare Energien und andere Quellen verursacht werden. Die Auswirkungen erneuerbarer Energien reichten weit \u00fcber den Ort der Energieerzeugung hinaus und wirkten sich auf Vogelpopulationen in entfernten Regionen \u00fcber kontinentale Migrationsnetzwerke aus. Populationen von Arten, die mit Grasland assoziiert sind, auf dem sich Wind-Turbinen befanden, waren am anf\u00e4lligsten hinsichtlich Windkraft. Populationen nachtaktiver Wanderarten waren am anf\u00e4lligsten hinsichtlich Solaranlagen, obwohl sie normalerweise nicht mit W\u00fcsten in Verbindung gebracht werden, in denen sich die von uns bewerteten Solaranlagen befanden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Bew\u00e4ltigung des R\u00fcckgangs nordamerikanischer Vogelpopulationen die Ber\u00fccksichtigung der Auswirkungen erneuerbarer Energien und anderer anthropogener Bedrohungen auf nahe und entfernte Populationen gef\u00e4hrdeter Arten erfordert.<\/a><\/pre>\n\n\n\n<p>Es er\u00fcbrigt sich (nicht), darauf hinzuweisen, dass entsprechende aktuelle Studien in Europa (s.o.) in dieselbe Richtung deuten: Es handelt sich angesichts des noch geplanten massiven weiteren Zubaus (siehe f\u00fcr Deutschland die <a href=\"https:\/\/umwelt-watchblog.de\/rechtsbruch-mit-ankuendigung-der-frontalangriff-der-ampel-auf-den-naturschutz\/#more-7204\">Pl\u00e4ne der Ampel-Regierung<\/a>) sowohl von Windkraft als auch Freifl\u00e4chen-PV um ein ernst zu nehmendes Problem, das den Artenschutz sowohl f\u00fcr wandernde Vogelarten als auch f\u00fcr &#8222;Standv\u00f6gel&#8220; vor kaum mehr zu bew\u00e4ltigende Herausforderungen stellt. Die st\u00e4ndig und seit Jahren <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/01\/27553.html\">selbst in den Umweltverb\u00e4nden wiederholte, beschwichtigende und verharmlosende Leer-Formel &#8222;naturvertr\u00e4glicher Ausbau&#8220;<\/a> jedenfalls wird in der aktuellen Phase einer Entfesselung speziell der beiden EE Windkraft und PV zunehmend ad absurdum gef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein mahnendes Beispiel geben die k\u00fcstennahen Regionen Norddeutschlands (siehe Beitragsfoto), wo am Festland wichtige Areale sowohl f\u00fcr das Brut- als auch das Zug-Geschehen der V\u00f6gel schon jetzt massiv beeintr\u00e4chtigt sind. Auch die Offshore-Planungen der Windkraftindustrie sind in diesem Zusammenhang erschreckend, alarmierend und wirken vielfach r\u00fccksichtslos: Selbst vor dem f\u00fcr den Vogelzug und als Brutgebiet enorm wertvollen Welt-Naturerbe und EU-Vogelschutzgebiet des <a href=\"https:\/\/www.nationalpark-wattenmeer.de\/nds\/\">\u201eNationalparks Nieders\u00e4chsisches Wattenmeer\u201c <\/a>macht die Windkraftindustrie nicht Halt, wie die <a href=\"https:\/\/www.wattenrat.de\/2016\/10\/01\/nearshore-windpark-nordergruende-waechst-am-nationalpark-niedersaechsisches-wattenmeer\/\">Errichtung des <strong>Windindustriegebietes \u201eNordergr\u00fcnde\u201c<\/strong> \u00f6stlich von Wangerooge<\/a> zeigt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Windkraftausbau und die negativen Folgen f\u00fcr den Artenschutz<\/strong> &#8211; <strong>Tummelplatz f\u00fcr Fake-Produzenten und ihre Nach\u00e4ffer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Folgenden zwei Beispiele f\u00fcr die Dreistigkeit der windigen Branche, wenn es um den sie behindernden Artenschutz geht. Tatsachenverdrehung und Irref\u00fchrung der \u00d6ffentlichkeit haben Konjunktur in der Branche. In den Medien wird eifrig und unkritisch nachgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem \u00f6sterreichischen Teil des B\u00f6hmerwaldes t\u00f6nt ein Windkraftbetreiber, die<strong><a href=\"http:\/\/sternwind.at\/?page_id=46\"> \u201eSternwind-GmbH\u201c, Vorderwei\u00dfenbach\/\u00d6sterreich, unter der \u00dcberschrift Umwelt, Originalton:<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auswirkungen auf Wild<br>Es gibt viele wissenschaftlich fundierte Studien \u00fcber die Auswirkung von Windkraftanlagen auf Wildtiere. Sie best\u00e4tigen, dass der Gew\u00f6hnungseffekt der Wildtiere sehr gro\u00df ist. Eine Umfrage unter J\u00e4gern ergab, dass die J\u00e4gerschaft, die mit Windkraftanlagen praktische Erfahrungen hat, diese nicht als St\u00f6rquelle f\u00fcr Wildtiere ansieht. (\u2026) J\u00e4ger berichten, dass die Fl\u00e4chen in der N\u00e4he des Windparks ein Paradies f\u00fcr s\u00e4mtliche Wildarten darstellt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>V\u00f6gel und Windkraftanlagen<br>Auch der Vogelschlag spielt bislang im Windpark Sternwald keine Rolle, da die sich bewegenden Rotorbl\u00e4tter von den V\u00f6geln als Hindernisse wahrgenommen werden.(\u2026).<br><strong>V\u00f6gel kollidieren oft mit Hochspannungsleitungen, Masten und Fenstern von Geb\u00e4uden.<br>Sie haben jedoch selten Probleme mit Windkraftanlagen. (\u2026)<\/strong> Der einzige bekannte Standort mit Vogelkollisionen befindet sich auf dem&nbsp;Altamont-Pass in Kalifornien. (\u2026)<br>Eine Studie des d\u00e4nischen Umweltministeriums sagt aus, dass Stromleitungen (auch solche von Windkraftanlagen) f\u00fcr die V\u00f6gel eine weit gr\u00f6\u00dfere Gefahr bedeuten als die Windkraftanlagen selbst.\u201c<\/em><br>Bewusste Hervorhebung (durch WE) der Behauptung, &#8222;<em>V\u00f6gel haben selten Probleme mit Windkraftanlagen&#8220;<\/em>. Es handelt sich um eine grobe, f\u00fcr Verlautbarungen der  Windbranche typische Irref\u00fchrung und Verzerrung von Fakten. Der in der Branche gebetsm\u00fchlenartig wiederholte Vergleich von hunderttausendfachem Vogeltod an Windkraftanlagen mit millionenfachen Vogelverlusten an Leitungen, Masten und Fenstern ist fachlich abwegig, wie gleich gezeigt werden wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch der deutsche <a href=\"https:\/\/www.wind-energie.de\">Bundesverband Windenergie (BWE)<\/a>  strickt in einer Werbebrosch\u00fcre <a href=\"https:\/\/www.wind-energie.de\/fileadmin\/redaktion\/dokumente\/publikationen-oeffentlich\/themen\/01-mensch-und-umwelt\/03-naturschutz\/FINAL_-_BWE-Broschuere_-_Windenergie_und_Naturschutz_-_20190823_aktualisiert_Online_01.pdf\">&#8222;Es liegt in unserer Natur Klima- und Naturschutz mit Windenergie&#8220;<\/a> an der Legende, &#8222;Windm\u00fcller&#8220; w\u00fcrden Artenschutz betreiben. Schon die dortige diffuse Gleichsetzung von &#8222;Klimaschutz&#8220; und Naturschutz &#8211; von Hilfsverb\u00e4nden der Windkraft <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2019\/02\/25966.html\">nachgesprochen<\/a> &#8211; ist ein Kunstgriff zur Verschleierung und Marginalisierung des finalen Windkraft-Artenschutz-Konfliktes (Epple 2017). Dem auch vom BWE in seiner Brosch\u00fcre aufgetischten Vergleich von Vogelopfern etwa an Fenstern und Freileitungen mit Windkraftopfern widerspricht sogar der in Sachen Windkraft (zumindest auf h\u00f6herer Verbandsebene) befangene NABU <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/downloads\/vogelschutz\/Stellungnahme%20NABU%20Rotmilan%20Artenschutz%20WEA_Sep2019_final_layouted.pdf\">in klaren Worten<\/a>, wenngleich man dort in anderer Verlautbarung weiter dem <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2019\/02\/25966.html\">Irrglauben anh\u00e4ngt, Windkraftindustrie k\u00f6nne &#8222;naturvertr\u00e4glich&#8220; weiter ausgebaut werden<\/a>, und ebenfalls auf die viel zu kurze Formel bringt: &#8222;Klimaschutz ist gleich Naturschutz&#8220;. Zurecht wird in der NABU-Stellungnahme zum Rotmilan immerhin darauf abgehoben, dass betreffend der st\u00e4ndig zum Vergleich zitierten Millionen Todesopfer (\u00fcberwiegend Kleinv\u00f6gel) <em>&#8222;bei den allermeisten (meist kleineren) Vogelarten das durch die Lebensraumqualit\u00e4t bestimmte Reproduktionsverm\u00f6gen viel wichtiger f\u00fcr die Bestandsentwicklung ist als die Mortalit\u00e4t ausgewachsener V\u00f6gel.&#8220; <\/em>Und weiter: <em>&#8222;Nur bei gro\u00dfen langlebigen Arten, also z.B. Greifv\u00f6geln wie dem Rotmilan, ist es umgekehrt (&#8230;). Und leider sind es ausgerechnet diese Arten, die Kollisionen mit Windr\u00e4dern zum Opfer fallen. Und genau deshalb sind vor allem diese Arten Bestandteil des Konfliktes zwischen Windenergie und Vogelschutz.&#8220;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"746\" height=\"558\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-535\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image.png 746w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-300x224.png 300w\" sizes=\"(max-width: 746px) 100vw, 746px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Windenergeianlagen im Lebensraum des Seeadlers. Eine t\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr die gro\u00dfen Greifv\u00f6gel. Foto: Rainer Ebeling. Entnommen aus Epple (2017, 2021).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>B\u00fchne frei f\u00fcr halbwissende Medienschaffende<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Solche Fakten aber scheinen zu komplex f\u00fcr den Windkraft-Klimaschutz-Weltrettung-Medien-Hype: Fake und Hetze der Windkraftlobby gegen den Artenschutz verfangen viel leichter in den K\u00f6pfen vieler Laien, gerade eifriger in den Mainstream eingebetteter Journalisten &#8211; und im Zuge des Trommelfeuers der Hysterie zum Niedergang der Windkraftindustrie auch bei Comedians wie Oliver Welke (so z.B. in der <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/comedy\/heute-show\/heute-show-vom-13-september-2019-100.html\">&#8222;heute-show&#8220; des ZDF vom 13.09.2019<\/a>, ab Minute 30.10; Video \u00f6ffentlich verf\u00fcgbar leider nur bis 13.12.2019). &#8222;Kabarettisten&#8220; mittelm\u00e4\u00dfigen Mainstream-Zuschnitts geraten offensichtlich in die Falle der Verbreitung baren Lobby-Unsinns. Was pointierte Satire sein will in der Sendung des ZDF vom 13.09.2019 kommt als plumpes Nachplappern von Windkraftpropaganda, an Hass grenzende Verh\u00f6hnung und Ausgrenzung (Motto: Kritiker an der Windkraft ist gleich AfD-Sympathisant) von Menschen daher, die von negativen Folgen der Windkraft betroffen sind oder auch nur Skepsis gegen die Ausw\u00fcchse der Windkraftinvasion \u00e4u\u00dfern. Ein weiterer Fernsehclown, Urban Priol, produzierte Ende Oktober 2019 einen \u00e4hnlich grotesken und peinlichen Ausfall in Sachen Windkraft und Artenschutz im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen (dieses Mal der notorisch Windkraft-affine BR). Anl\u00e4sslich der <a href=\"https:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/bayerischer-kabarettpreis-2019-31102019-die-verleihung-av:5d8208557c69d4001ad029bc\">Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises 2019 <\/a>(Video ab Minute 23.31, speziell ab 24.10; leider nur verf\u00fcgbar bis 30.10.2020) lieferte Priol beim Stichwort &#8222;Klimaschutz&#8220; die Moderation. Der Schutz einer windkraftsensiblen Art &#8211; in diesem Falle muss wieder einmal der Rotmilan herhalten &#8211;  ist im Weltbild des Urban Priol offensichtlich etwas f\u00fcr Tattergreise am Stammtisch, die mit zittriger Stimme und dumpfer T\u00f6nung von ihm in peinlicher Weise parodiert werden; w\u00f6rtlich: <em>&#8222;Bei uns haust der Rotmilan, und der Rotmilan schielt, und sieht schlecht,&#8230; der wird vom Windrad geschreddert&#8230;&#8220;<\/em> Die D\u00fcmmlichkeit der vorgeblichen Satiren steht der Dreistigkeit von Schutzbehauptungen des BWE und der Windparkbetreiber nicht nur am B\u00f6hmerwaldhauptkamm in nichts nach. <\/p>\n\n\n\n<p>Ganz bewusst soll im Folgenden der immer wieder von Nichts-Ahnenden wie Priol zitierte Rotmilan als das Symbol f\u00fcr den Generalangriff der Windkraftindustrie gegen den Artenschutz aufgegriffen werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"382\" height=\"286\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-537\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-1.png 382w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/image-1-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 382px) 100vw, 382px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Rotmilan im Rotorbereich einer Windenergieanlage. Foto: Hermann Dirr. Entnommen aus Epple (2017,2021). Das Durchfliegen von Windindustriegebieten und der selbst nur kurze Aufenthalt in der N\u00e4he von Windenergieanlagen, etwa zur Jagd, enden f\u00fcr Greifv\u00f6gel mit gewisser Wahrscheinlichkeit t\u00f6dlich. Der Rotmilan&nbsp;geh\u00f6rt neben dem M\u00e4usebussard&nbsp;unter den mittelgro\u00dfen Greifv\u00f6geln zu den h\u00e4ufigsten Todesopfern an Windkraftanlagen. F\u00fcr den Rotmilan sind Windindustrieanlagen mittlerweile Todesursache Nr. 1 (Quelle:<a href=\"https:\/\/lfu.brandenburg.de\/lfu\/de\/aufgaben\/natur\/artenschutz\/vogelschutzwarte\/arbeitsschwerpunkt-entwicklung-und-umsetzung-von-schutzstrategien\/auswirkungen-von-windenergieanlagen-auf-voegel-und-fledermaeuse\/\"> LfU Brandenburg<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Rotmilan und Windkraft: wie die Windkraftbranche Fakten verzerrt und die \u00d6ffentlichkeit t\u00e4uscht <\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Anlass: Meldung der Bundesrepublik Deutschland 2019 an die EU zum Status der Vogelarten im Rahmen der Berichtspflicht nach Artikel 12 der&nbsp;<a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/ALL\/?uri=CELEX%3A32009L0147\">EU-Vogelschutzrichtlinie<\/a>. Dort wird den Vorgaben der EU entsprechend neben vielen weiteren Arten \u00fcber den <a href=\"https:\/\/cdr.eionet.europa.eu\/Converters\/run_conversion?file=de\/eu\/art12\/envxtau8q\/DE_birds_reports.xml&amp;conv=612&amp;source=remote#A074_B\">Status des Rotmilan in Deutschland<\/a> berichtet. Aus bekannten Gr\u00fcnden ist der Rotmilan zum Symbol des Konfliktes Windkraft-Artenschutz avanciert.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.wind-energie.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rotmilan-bestand-ist-langfristig-stabil-aktuelle-meldung-deutschlands-fuer-den-eu-vogelschutzberich\/\">Reaktion der Windkraftbranche<\/a>, in diesem Falle der Bundesverband Windenergie (BWE), auf den Bericht an die EU, kurz gefasst, Originalton: <em>&#8222;Die aktuelle Meldung des BfN an die EU-Kommission zeigt sowohl im Kurzzeittrend (2004\u20132016) als auch im Langzeittrend (1988 bis 2016) eine stabile Bestandsentwicklung f\u00fcr den Rotmilan (&#8230;). Dies ist ein gutes Signal, weil damit anschaulich wird, dass sich der Bestand dieser wertvollen Art unabh\u00e4ngig vom Ausbau der Windenergie entwickelt.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um eine komplett falsche, erkennbar interessengeleitete Fehlinterpretation. Daher&#8230;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;die Reaktion aus der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/imperia\/md\/content\/nabude\/vogelschutz\/1910154-nabu-der-falke-zu-rotmilan-und-windenergie.pdf\">ornithologischen Fachwel<\/a>t (ROTMILAN UND WINDKRAFT:&nbsp;<strong>Negativer Zusammenhang zwischen WKA-Dichte und Bestandstrends&nbsp;<\/strong>(Katzenberger, J. &amp; C.&nbsp;Sudtfeld&nbsp;2019 Der Falke 11\/2019: 12-15.); Originalton: <em>\u201eDas Ergebnis unserer Auswertung legt nahe, dass der WKA-Ausbau nicht der einzige treibende Faktor ist, der die Populationsentwicklung bestimmt, aber offenbar ein bedeutender.\u201c\u2022Die aktuellen bundesweiten Auswertungen zeigen einen negativen Zusammenhang zwischen der Bestandsentwicklung regionaler&nbsp;Rotmilan-Populationen und der Windkraftanlagendichte. Das Ausma\u00df des negativen Einflusses von WKA und Wechselwirkungen mit anderen Faktoren&nbsp;m\u00fcssen&nbsp;durch weitere Untersuchungen&nbsp;noch bestimmt werden.&nbsp;\u2022Aktuelle Meldungen vom Bundesverband&nbsp;WindEnergie&nbsp;und der ABO Wind AG, wonach sich der WKA Ausbau nicht auf die&nbsp;Rotmilanpopulation&nbsp;in Deutschland auswirkt, sind anhand der&nbsp;pr\u00e4sentierten&nbsp;Ergebnisse nicht haltbar.&nbsp;Der Forderung nach Aufnahme eines Ausnahmegrundes beim Artenschutz bzw. einer Aufweichung des Artenschutzrechtes&nbsp;f\u00fcr&nbsp;den Ausbau von erneuerbaren Energien darf nach den vorliegenden Erkenntnissen nicht nachgegeben werden. Ein solches Privileg&nbsp;w\u00fcrdeim eklatanten Widerspruch zu rechtlichen internationalen und nationalen Vorgaben zur Erhaltung und zum Schutz der heimischen Artenvielfalt stehen (&#8230;)<\/em>&#8220; Die Karten in der Ver\u00f6ffentlichung zeigen die Wahrheit: Der Rotmilanbestand ist nur &#8222;in Summe&#8220; stabil. Es zeigen sich erhebliche Bestandsver\u00e4nderungen, und eine Verschiebung des Schwerpunktes Richtung S\u00fcdwesten (Anmerkung: in das noch wenig von Windkraft entstellte Bundesland Baden-W\u00fcrttemberg, in dem die GR\u00dcN dominierte Landesregierung <a href=\"https:\/\/www.energieatlas-bw.de\/wind\/potenzialanalyse\/uberblick\">die Windkraft massiv ausbauen will und wird<\/a>, s.o., und der <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swr2\/leben-und-gesellschaft\/Franz-Untersteller-Bd90-Die-Gruenen-baden-wuerttembergischer-Umweltminister-Vogelschutz-spielt-Windkraft,av-o1150055-100.html\">GR\u00dcNE Minister Untersteller die regionale Bestandszunahme der insgesamt gef\u00e4hrdeten Art deshalb schon einmal ganz vergleichbar der Windkraftlobby tendenzi\u00f6s fehlinterpretiert<\/a>: Bestandszunahme trotz Windkraftausbau&#8230;). Dem Rotmilan droht damit im Kernland seiner Verbreitung weiteres Ungemach.<\/p>\n\n\n\n<p>Die\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fachagentur-windenergie.de\/impressum.html\">&#8222;Fachagentur Windenergie an Land&#8220;<\/a>\u00a0(seit 2024 &#8222;Fachagentur Wind und Solar&#8220;) gibt sich betont wissenschaftlich, ist jedoch eine von der Bundesregierung gef\u00f6rderte, eindeutig Windkaftindustrie-Interessen-geleitete Institution, die seit Jahren als Pressure group der Windkraftindustrie in der \u00d6ffentlichkeit erkennbar politisch gesteuert wirkt. Diese &#8222;FA Wind&#8220; hat sich in einer\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fachagentur-wind-solar.de\/fileadmin\/Veroeffentlichungen\/Wind\/Natur-_und_Artenschutz\/FA_Wind_Analyse_Rotmilan_Paderborn_08-2019.pdf\" title=\"\">Publikation zum Rotmilan im Kreis Paderborn<\/a><a href=\"https:\/\/www.fachagentur-windenergie.de\/aktuell\/detail\/rotmilan-und-windenergie-im-kreis-paderborn.html\">\u00a0<\/a>(ein besonders durch Windkraft entstellter Landstrich Deutschlands) mit dem Titel &#8222;Rotmilan und Windenergie im Kreis Paderborn&#8220; fachlich selbst blo\u00dfgestellt. In der mit methodischen Kunstgriffen arbeitenden &#8222;Studie&#8220; kommt die &#8222;FA Wind&#8220; zum Schluss, dass der massive Ausbau der Windkraft der dortigen Population des Rotmilans nicht schadet, obwohl das\u00a0<a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/downloads\/vogelschutz\/Stellungnahme%20NABU%20Rotmilan%20Artenschutz%20WEA_Sep2019_final_layouted.pdf\">genaue Gegenteil\u00a0<\/a>der Fall ist. Pikant ist, dass eine Replik aus dem Unterst\u00fctzer-Dunstkreis der &#8222;Fachagentur&#8220; die Blo\u00dfstellung bewerkstelligt. Zitat aus der fachlich fundierten Replik des NABU: &#8222;(&#8230;)\u00a0<em>Nimmt man die in der Studie au\u00dfen vor gelassenen Daten bis 2018 hinzu, ergibt sich seit 2012 ein sehr deutlicher und statistisch signifikanter Abw\u00e4rtstrend, bei einer mittleren j\u00e4hrlichen linearen Abnahme der Population von 4,7% des Ausgangswertes bzw. einer modellierten Abnahme von 28% zwischen 2012 und 2018. Die erfassten Werte von 2018 sind sogar um 31% niedriger als die von 2012. Ganz im Gegensatz zum Fazit der Studie muss man also in Wirklichkeit einen dramatischen Bestandsr\u00fcckgang des Rotmilans im Kreis Paderborn bef\u00fcrchten. Fakt ist aber auch, dass eine Zeitreihe von lediglich sechs Jahren noch keine gesicherten Aussagen zul\u00e4sst (&#8230;).&#8220;<\/em>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Fazit: In der \u00d6ffentlichkeit wird zunehmend unsauber gerade am Beispiel Rotmilan zugunsten der Windkraftindustrie und gegen den Artenschutz operiert. Sollte der in unserer Gesellschaft noch immer geltende Anspruch an Fakten- und Wahrheitstreue im Falle der Windkraft ganz allgemein nicht mehr gelten? Aus jeweils konkreten F\u00e4llen l\u00e4sst sich f\u00fcr den Konflikt mit dem Artenschutz erkennen: Es besteht sowohl bei beteiligten Beh\u00f6rden als auch bei den von der Windkraft bezahlten Gutachtern und &#8222;Schreibern&#8220; eine sehr eindeutige Tendenz. Das Elend des von der Windkraftindustrie bezahlten Gutachterunwesens ist ausf\u00fchrlich an konkreten Beispielen aufgearbeitet in Epple (2017). Im Detail ist es weiterhin belegt in einer lesenswerten&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.muna-ev.com\/ver%C3%B6ffentlichungen\/\">Ver\u00f6ffentlichung von Dirk Bernd<\/a>: &#8222;Windkraft versus Artenvielfalt&#8220;. Gutachten im Rahmen der Erm\u00f6glichung von Windkraft: Eine ganze Branche ist dabei, ihren Ruf zu verspielen (Epple 2017). Ganz eindeutig schaden die begleitenden&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wind-energie.de\/fileadmin\/redaktion\/dokumente\/publikationen-oeffentlich\/themen\/01-mensch-und-umwelt\/03-naturschutz\/FINAL_-_BWE-Broschuere_-_Windenergie_und_Naturschutz_-_20190823_aktualisiert_Online_01.pdf\">Propaganda-Schriften<\/a>&nbsp;der Windkraftindustrie der im Konfliktfall besonders wichtigen Treue zur Wahrheit. <\/p>\n\n\n\n<p>Wem nutzt auf Dauer, die \u00d6ffentlichkeit nicht korrekt zu informieren? Nutzt dies etwa der Glaubw\u00fcrdigkeit des &#8222;Klimaschutzes&#8220;?<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>&#8222;Naturvertr\u00e4glicher&#8220; Ausbau der Windkraft &#8211; eine Fiktion<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Seit Beginn der Invasion der Windkraftindustrie in die letzten noch wenig belasteten Kultur- und Naturlandschaften fehlt es nicht an Versuchen, die einhergehende brachiale Naturzerst\u00f6rung sch\u00f6nzuschreiben. Die etablierten Umweltverb\u00e4nde sind l\u00e4ngst zu Steigb\u00fcgelhaltern der Windkraftindustrie mutiert. Ein fr\u00fches und beklemmend aktuell gebliebenes <a href=\"https:\/\/www.bund-bawue.de\/fileadmin\/bawue\/Dokumente\/Themen\/Klima_und_Energie\/Dialogforum\/Dialogforum_Broschu__re_BestPractice__ND_1706_RZ_Final.pdf\">Beispiel f\u00fcr die gezielte Schw\u00e4chung des Artenschutzes durch die windkraft-konformen  Umweltverb\u00e4nde ist eine Brosch\u00fcre von BUND und NABU Baden-W\u00fcrttemberg aus 2015<\/a>, die seit 2017 in zweiter, unver\u00e4nderter Fassung vorliegt. Ich ver\u00f6ffentliche hier meinen Kommentar aus 2015 in voller L\u00e4nge. Denn er hat an Aktualit\u00e4t nichts verloren und ging damals schon ganz bewusst auf die Knappheit naturnaher Fl\u00e4chen, auf die <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/265692282_Die_Naturlichkeit_der_Landnutzung_in_Deutschland\">Hemerobie in Deutschland <\/a>ein. Die <a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=86\">Auslieferung des Naturschutzanliegens an die Windkraftindustrie ist f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter, Anfang 2020, durch die Umweltverb\u00e4nde <\/a>weitgehend in einer Einheitshaltung vollzogen (zuletzt: gemeinsame <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/01\/27553.html\">Pressemitteilung von&nbsp;Deutscher Naturschutzring (DNR), Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Deutsche Umwelthilfe (DUH), Germanwatch, Greenpeace, NABU und WWF&nbsp;vom&nbsp;30. Januar 2020<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um einen Verrat am Naturschutz mit jahrelanger Ank\u00fcndigung; zur Veranschaulichung folgt der ein halbes Jahrzehnt alte eigene Kommentar:  <\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;<strong>Kommentar zur NABU\/BUND-Brosch\u00fcre&nbsp;<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Praxisbeispiele&nbsp;&nbsp;Windenergie &amp; Artenschutz Erfolgreiche, Erfolg versprechende &amp; innovative Ans\u00e4tze (2015; Herausgeber die Landesverb\u00e4nde des NABU und BUND in Baden-W\u00fcrttemberg)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wolfgang Epple<\/em><\/strong><em> 23.06.2015<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Vor der Einleitung findet sich in der Brosch\u00fcre der Hinweis:&nbsp;&nbsp;\u201eDie Herausgeber haben die Inhalte sorgf\u00e4ltig erarbeitet. F\u00fcr deren Richtigkeit k\u00f6nnen sie jedoch keine Gew\u00e4hr \u00fcbernehmen.\u201c Und ein Hinweis auf die F\u00f6rderung des&nbsp;&nbsp;Projekts&nbsp;\u201eDialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz\u201c&nbsp;durch das Baden-W\u00fcrttembergische Ministerium f\u00fcr Umwelt, Klima und Energiewirtschaft<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zitat aus der Einleitung:<strong> \u201eDas Ziel von NABU und BUND in Baden-W\u00fcrttemberg ist der&nbsp;&nbsp;naturvertr\u00e4gliche Windenergieausbau. (\u2026) Wir hoffen, diese Brosch\u00fcre unterst\u00fctzt Sie bei Ihrem Engagement f\u00fcr den naturvertr\u00e4glichen Ausbau der Windenergie!\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>W\u00e4hrend in ganz Deutschland an der Basis der Naturschutzverb\u00e4nde, auch des&nbsp;&nbsp;NABU und des BUND, etwa auf der Ebene der Ortsverb\u00e4nde, verbissen gegen den Zubau von Windkraftmonstern verteidigt wird, was man satzungsgem\u00e4\u00df und dereinst unstrittig gegen Zerst\u00f6rung zu verteidigen hatte: Natur und Landschaft, haben sich die Naturschutzverb\u00e4nde BUND und NABU auf den \u201eh\u00f6heren\u201c Ebenen der Landesverb\u00e4nde l\u00e4ngst und eindeutig zur Industrialisierung auch letzter bisheriger Natur- und Erholungs-Vorzugslandschaften&nbsp;&nbsp;durch Windkraft bekannt.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dass sich nun \u2013 angetrieben von einer selbst klima\u00f6kologisch v\u00f6llig unsinnigen und gezielten F\u00f6rderung durch das EEG-Gesetz &#8211;&nbsp;&nbsp;selbst im windschwachen S\u00fcddeutschland die letzten halbwegs intakten Naturr\u00e4ume in Wind-Energie-Industrielandschaften verwandeln sollen und wohl auch werden, also gerade jene Regionen mit bislang kleinem sogenannten Hemerobie-Index, ist das vorerst letzte, finale Kapitel, was die sogenannte \u201eEnergiewende\u201c in Deutschland schreibt. Gro\u00dfe Teile des Nordens und Nordwestens unserer Republik sind ja schon unter die Windr\u00e4der gekommen.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der gesamte Schwarzwald, der Odenwald, die Alb und Teile des Allg\u00e4us, weitere naturbetonte kleine Waldgebirge des S\u00fcdwestens, wie Schurwald und Schw\u00e4bischer Wald sind durch gesetzgeberischen Federstrich und den vermeintlichen \u201eZwang\u201c zur Ausweisung von Windkraftvorrangfl\u00e4chen durch die Vorgaben der GR\u00dcNEN Ministerien praktisch fl\u00e4chendeckend von Windkraftplanung betroffen. Es geht ans Eingemachte, es geht ans Tafelsilber der letzten naturbetonten R\u00e4ume Deutschlands und speziell auch Baden-W\u00fcrttembergs.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>\u201eNaturbetont ist eine Fl\u00e4che dann, wenn der Mensch nicht oder nur selten periodisch eingreift. Nehmen diese Fl\u00e4chen ab, gef\u00e4hrdet dies nicht nur die biologische Vielfalt in einem Gebiet. Auch der Mensch ben\u00f6tigt zur Erholung unber\u00fchrte oder wenig beeinflusste Natur. Durch starke Eingriffe gehen diese Erholungs- und weitere Landschaftsfunktionen jedoch verloren.\u201c<\/strong><\/em>&nbsp;(vgl. Walz, U. &amp; Stein, C. (2014): Indicators of hemeroby for the monitoring of landscapes in Germany.&nbsp;Journal for Nature Conservation 22(3): 279\u2013289. (DOI: 10.1016\/j.jnc.2014.01.007))<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das so einseitig gegebene Bekenntnis zum Ausbau der&nbsp;&nbsp;Windkraft in diesen letzten naturbetonten Landschaften w\u00e4re eine \u00dcberpr\u00fcfung wert, ob hier nicht wesentliche Ziele der Satzungen der beiden Naturschutzverb\u00e4nde konterkariert oder gar verletzt werden. Schlimmer aber ist, dass die Nische, die Naturschutzverb\u00e4nde in der Gesellschaft und ihrer \u00f6ffentlichen Wahrnehmung besetzen, damit endg\u00fcltig fehl besetzt ist. Das ist bisher nie dagewesen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Denn: Gegen Windkraft-Industrialisierung verliert die wehr- und sprachlose Natur im Wortsinn ihre bisherigen F\u00fcrsprecher. Menschen k\u00f6nnen sich immerhin \u2013 wenn auch in zunehmend eingeschr\u00e4nktem Ma\u00dfe \u2013 gegen den Verlust ihrer Heimat, ihres Habitats durch den Bau der Windkraftmonster in ihrer Nachbarschaft zur Wehr setzen. Rotmilane und Schwarzst\u00f6rche k\u00f6nnen das nicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Lesen sich die landauf&nbsp;&nbsp;landab entstehenden Auftragsgutachten (wohlgemerkt auch hier bereits bisher nie Dagewesenes: Die Betreiber der Planung geben auch die Gutachten in Auftrag und bezahlen diese, von Unabh\u00e4ngigkeit keine Spur) zur Windkraft wie vielfach aufgebl\u00e4hte Versuche, den klar erkennbaren Natur-Zerst\u00f6rungs-Teufels-Kreis der Windkraft&nbsp;&nbsp;zu quadratieren, so ist diese hier kommentierte Brosch\u00fcre ein illustres Zeugnis f\u00fcr die erb\u00e4rmlich schwache (Auf-)Stellung und eigene Einordnung des privaten Naturschutzes, aber letztlich auch der beteiligten Naturschutzbeh\u00f6rden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Was will man erwarten, wenn eine Brosch\u00fcre aus Naturschutz-Hand Hilfestellung sein will beim&nbsp;<strong>\u201eEngagement f\u00fcr den naturvertr\u00e4glichen (!) Ausbau der Windenergie\u201c?<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>So wird die Brosch\u00fcre geradezu ein Musterbeispiel f\u00fcr die&nbsp;&nbsp;interessengeleitete Umdeutung der Gesamtproblematik, f\u00fcr die Verharmlosung&nbsp;<strong>der Gesamtwirkung<\/strong>&nbsp;der Windkraft-Eingriffe gerade in den letzten naturbetonten Landschaften, und ist damit beklemmendes Zeugnis f\u00fcr den \u201cS\u00fcndenfall\u201d und die im Grundsatz bereits korrumpierte Haltung der Naturschutzverb\u00e4nde auf Landesverbandsebene. Korrumpiert will ich hier als&nbsp;<strong>Missbrauch oder Fehlgebrauch der Vertrauensstellung<\/strong>&nbsp;des Anwaltes f\u00fcr die Natur definieren, die den Verb\u00e4nden vor der sogenannten \u201eEnergiewende\u201c in Sachen Naturschutz zu Recht in der Gesellschaft zuerkannt worden ist. Ich greife (nur) zwei&nbsp;&nbsp;Details heraus:&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Da wird beispielsweise ein ganzer Wald-H\u00f6henzug mit WEAs \u00fcberzogen (WP Ellern, Soonwald, Landkreis Rhein-Hunsr\u00fcck) und dennoch im Text anhand fragw\u00fcrdiger \u201cBegleitma\u00dfnahmen\u201d von einer \u201cgesamt\u00f6kologischen Aufwertung\u201d gesprochen. Klarer kann man den Verlust der Sicht auf das Ganze nicht offenlegen. Zur Landschaftszerst\u00f6rung im Soonwald existieren best\u00fcrzende&nbsp;&nbsp;Dokumente, f\u00fcr jeden zug\u00e4nglich, im Internet. \u00d6kologischer Wald(um)bau ist eine Jahrzehnte alte Forderung des Naturschutzes, und kann f\u00fcr das Gesundbeten einer \u00fcberaus drastischen Windkraftindustrialisierung nicht verwendet werden. Dass in diesem Rahmen Reisighaufen (!) als sogenannten CEF-Ma\u00dfnahme f\u00fcr die Wildkatze erw\u00e4hnt werden, liest sich wie eine Verhohnepipelung des Artenschutzes.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Rotmilan und weitere Greifv\u00f6gel sind in der NABU\/BUND-Brosch\u00fcre mehrfach, unter anderem am Beispiel der Windenergieanlage am \u201eT\u00e4nnleb\u00fchl\u201c im Landkreis Emmendingen und am Beispiel desB\u00fcrgerwindparks \u201eGro\u00dfer Wald\u201c, Neckar-Odenwald-Kreis&nbsp;&nbsp;\u201cbearbeitet\u201d. Liest man den Tenor der Brosch\u00fcre, wird f\u00fcr&nbsp;&nbsp;das T\u00e4nnleb\u00fchl der Lebensraum des Rotmilans \u00fcberhaupt erst durch das Aufstellen der WEA und die \u201eBegleitma\u00dfnahmen\u201c quasi gerettet und nachhaltig verbessert. Im \u201eGro\u00dfen Wald\u201c sind Kurzumtriebsfl\u00e4chen im Bereich der WEAs die \u00f6kologische Segnung, die das ohnehin \u201enicht signifikant erh\u00f6hte\u201c Kollisionsrisiko \u201ewindkraftsensibler\u201c Arten (man ist ja schlie\u00dflich mit den Anlagen vom Waldrand abger\u00fcckt) weiter minimieren. Die Macher und die Biotoplenker aus Verb\u00e4nden, Beh\u00f6rden und Gutachterb\u00fcros verlieren im Zuge der Quadratierung Ihres Windkraftkreises ganz offensichtlich zunehmend den Blick f\u00fcrs Ganze.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dass man sich gerade am Rotmilan so \u201cabarbeitet\u201d, hat vermutlich zwei Gr\u00fcnde: Den innerlichen des schlechten Gewissens derer, die sehr wohl wissen, was f\u00fcr diese Art in Deutschland inzwischen auf dem Spiel steht durch den (weiteren) Ausbau der Windkraft, und den \u00e4u\u00dferlichen\/faktischen&nbsp;des sehr zu Recht bestehenden priorit\u00e4ren Schutzstatus f\u00fcr diese Art (der eine individuelle Komponente hat) nach h\u00f6herrangigem EU-Recht. Noch kann man den Rechtsstaat nicht ganz zu Gunsten der Windkraft f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4ren, und muss sich bem\u00fchen, den Schein der Ber\u00fccksichtigung des Artenschutzes zu wahren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ernst genommener Artenschutz f\u00fcr den Rotmilan w\u00fcrde anders aussehen. Im Sinne einer Heuristik der Vorsicht w\u00fcrde man nicht den 1000-Meter \u2013Radius quasi \u201eausreizen\u201c. Dieser Mindestabstand ist aus etho\u00f6kologischer Sicht ohnehin fragw\u00fcrdig, weil die Aspekte der Nahrungsfl\u00fcge und des Brutreviers \u00fcberbetont sind, Aspekte der Balz und Brutplatzwahl jedoch weitgehend unterbelichtet sind. Streng genommen m\u00fcsste vor dem Hintergrund der Verantwortung Deutschlands f\u00fcr den Erhalt dieser Art redundant in fast allen F\u00e4llen, in denen der Rotmilan im Bereich seines Home-Ranges, und eben nicht nur im engeren Brutbereich von Windkraftindustrialisierung betroffen ist, Strafanzeige erstattet werden gegen die Betreiber der WK-Planungen, eben auch gegen die Zust\u00e4ndigen der Beh\u00f6rden, die sich bei der Auswahl der \u201eVorrangfl\u00e4chen\u201c f\u00fcr Windkraft nicht selten vor-festlegen auf politisch und von Betreibern bzw. Landverp\u00e4chtern gew\u00fcnschte Standorte, und dadurch schon vor den erst dann einzuholenden Gutachten pr\u00e4judizierende Tatsachen und Kollisionen gegen den Artenschutz schaffen. Wohlgemerkt: Fast immer wider besseres Wissen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wer seine Position wie in dieser Brosch\u00fcre vorher festgemacht hat, kann offensichtlich nur noch ein Besch\u00f6nigungs-Machwerk solcher Art \u201cproduzieren\u201d. Dass bei genauem Lesen auch ein bezeichnendes&nbsp;&nbsp;Licht&nbsp;&nbsp;auf das Wirken der \u201cGutachter\u201d&nbsp;&nbsp;und die Rolle der inzwischen offensichtlich&nbsp;&nbsp;pro Windkraft gleichgeschalteten Beh\u00f6rden geworfen ist, kann anhand der Auswahl dieser angeblich positiven und innovativen Beispiele nicht ausbleiben.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Form der \u201cKompromissf\u00e4higkeit\u201d, diese Form des \u2013 aus der Sicht der Windkraft-Industrie wohltuenden \u2013\u201ePragmatismus\u201c wird denen, die ganze Landschaften und Regionen im Blick und frei von industriellen Windkraft-Eingriffen behalten wollen,&nbsp;&nbsp;nun zuk\u00fcnftig um die Ohren geschlagen werden.&nbsp;<em> <strong>\u201cNaturschutz\u201d dieser kleinkarierten Machart ist wie ein Hofnarr, der unter dem Regime der Windkraftindustrie sein munteres Verharmlosungs-Liedchen singen darf<\/strong>.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Von den &#8222;Pragmatikern&#8220; des Naturschutzes und durch den <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/01\/27553.html\">Vorsto\u00df der Umweltverb\u00e4nde 2020 <\/a>mit dem fragw\u00fcrdigen &#8222;Abheben&#8220; auf die Populationsebene (vgl. <a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/14520106.pdf\">Epple 2009<\/a>) untersch\u00e4tzt und marginalisiert: Der Verlust von Individuen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"968\" height=\"726\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bild-07.02.20-um-11.02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1997\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bild-07.02.20-um-11.02.jpg 968w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bild-07.02.20-um-11.02-300x225.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Bild-07.02.20-um-11.02-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 968px) 100vw, 968px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Wenn Greifv\u00f6gel mit Windkraftanlagen kollidieren, werden sie h\u00e4ufig zerteilt.  Foto: Archiv der <a href=\"https:\/\/naturschutz-initiative.de\">Naturschutzinitiative e.V<\/a> <br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"789\" height=\"600\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/HPIM4896.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2940\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/HPIM4896.jpg 789w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/HPIM4896-300x228.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/HPIM4896-768x584.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 789px) 100vw, 789px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Begriff &#8222;Vogelschredder&#8220; ist umstritten, weil nach zynischen Einw\u00e4nden  f\u00fcr das Schreddern eine bestimmte Anzahl von Zerteilungen pro Zeiteinheit definiert sei. Das Bild zeigt einen durch eine Windkraftanlage zerteilten Wei\u00dfstorch. Foto: Tobias D\u00fcrr.<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"627\" height=\"432\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/IMG_2636.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2943\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/IMG_2636.jpg 627w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/IMG_2636-300x207.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">An Windkraftanlage verendeter M\u00e4usebussard. Foto: Tobias D\u00fcrr. Je nachdem, ob ein Rotorblatt den Vogel trifft, oder ob er direkt gegen den Mast einer Anlage fliegt, oder durch die Luftverwirbelung zwischen Mast und sausendem Rotor umkommt, sind die Verletzungsbilder sehr unterschiedlich, wie mir Tobias D\u00fcrr von der Staatlichen Vogelschutzwarte am Landesamt f\u00fcr Umwelt Brandenburg mitteilt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Windkraft-Schlagopfer werden gez\u00e4hlt &#8211; selbst Zufallsfunde sprechen B\u00e4nde<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die von der <a href=\"https:\/\/lfu.brandenburg.de\/lfu\/de\/aufgaben\/natur\/artenschutz\/vogelschutzwarte\/arbeitsschwerpunkt-entwicklung-und-umsetzung-von-schutzstrategien\/auswirkungen-von-windenergieanlagen-auf-voegel-und-fledermaeuse\/\">LfU Brandenburg gef\u00fchrte Zentralkartei \u00fcber Vogelverluste an Windkraftanlagen in Deutschland und Europa, und die Berechnungen zu Fledermausverlusten <\/a>strafen die sch\u00f6nf\u00e4rbenden Darstellungen der Windkraftlobby l\u00fcgen. <\/p>\n\n\n\n<p>So wies die Europa-Tabelle bereits im Januar 2020 alleine 1913 (Eintausendneunhundertunddreizehn) an WEA umgekommene G\u00e4nsegeier auf, die Mehrzahl (1892) davon in Spanien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2017\/09\/25\/16\/56\/vulture-2785815_960_720.jpg\" alt=\"Geier, Fliegen, Boden, Raptor, Vogel, Aasfresser\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Thermik-nutzende Gro\u00dfv\u00f6gel kollidieren je nach artspezifischem Verhalten und Habitatpr\u00e4ferenzen gerade in den reliefbetonten Landschaften der Gebirge und Mittelgebirge mit Windkraftanlagen. In Gebieten, in denen Windkraftindustrie in die Lebensr\u00e4ume eindringt, sind daher Opfer vorprogrammiert. Das Foto zeigt einen G\u00e4nsegeier, in Spanien h\u00e4ufiges Opfer der Windkraftanlagen. <a href=\"https:\/\/lfu.brandenburg.de\/lfu\/de\/aufgaben\/natur\/artenschutz\/vogelschutzwarte\/arbeitsschwerpunkt-entwicklung-und-umsetzung-von-schutzstrategien\/auswirkungen-von-windenergieanlagen-auf-voegel-und-fledermaeuse\/\">Die LfU Brandenburg  f\u00fchrt  eine europaweite Sammel-Datei zu den Zufallsfunden. Stand Mai  2021 sind allein in Spanien bisher 1892 G\u00e4nsegeier an Windkraftanlagen umgekommen<\/a>. Foto: Christel Sagniez, <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/geier-fliegen-boden-raptor-vogel-2785815\/\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In Deutschland (Stand Mai 2021) sind unter den Greifv\u00f6geln besonders der M\u00e4usebussard (685Opfer), der Rotmilan (637) und der Seeadler (211) als Opfer an Windkraftanlagen zu nennen. Es handelt sich um Zufallsfunde. Die Dunkelziffern d\u00fcrften viel h\u00f6her liegen, und die absoluten Zahlen sagen nichts aus zu den Auswirkungen auf die Best\u00e4nde. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie zu erwarten, wird von der Windkraftlobby in Frage gestellt und negiert, was sich abzeichnet: <strong>Die Windkraftindustrialisierung gerade der letzten naturnahen Bereiche f\u00fchrt auf lange Sicht mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit zu negativen Bestandstrends bis hin zur Bestandsbedrohung einiger Greifvogelarten <\/strong>(s.o. Rotmilan). Dies insbesondere, wenn man die von der Windkraftindustrie und im Rahmen der &#8222;Energiewende&#8220; bzw. zum vorgeblichen &#8222;Erreichen der Klimaziele&#8220; geforderten, f\u00fcr m\u00f6glich gehaltenen und angestrebten  <a href=\"https:\/\/www.bbsr.bund.de\/BBSR\/DE\/Veroeffentlichungen\/IzR\/2015\/6\/Inhalt\/downloads\/dl-zaspel-heisters.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2\">Ausbauszenarien<\/a> bedenkt; siehe <a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=86\">auf dieser Homepage hier<\/a>. Ganz abgesehen davon, dass aus evolutionsbiologischer und etho\u00f6kologischer Sicht selbstverst\u00e4ndlich auch der Verlust einzelner Individuen erheblich ins Gewicht f\u00e4llt (Konfliktkonvergenz und evolutionsbiologische Aspekte sind ausf\u00fchrlich er\u00f6rtert in Epple 2017). <\/p>\n\n\n\n<p>Dass in den <a href=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=1914\">Medien<\/a> die Windkraft-Artenschutz-Problematik neuerdings  zum &#8222;Mythos&#8220; erkl\u00e4rt wird, und der <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/greifvogel-rotmilan-artenschutz-als-vorgeschobenes-argument.697.de.html?dram:article_id=460445\">Artenschutz als &#8222;vorgeschobenes&#8220; Argument (so etwa  die Darstellung des Deutschlandfunkes DLF)  <\/a>zur Verhinderung der Windkraft gehandelt wird, ist besonders besch\u00e4mend.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"http:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2353\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-300x225.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-768x576.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Bild-23.04.20-um-09.32-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Fledermausopfer in einem Windindustriegebiet. Foto: Manfred Knake. Flederm\u00e4use&nbsp;erleiden<strong>&nbsp;<\/strong>ein sogenanntes Barotrauma (Baerwald et al. 2008), wenn sie in die N\u00e4he von Windenergieanlagen fliegen. Sie m\u00fcssen also noch nicht einmal von einem Rotor getroffen werden, um zu Tode zu kommen. Schon die Luftdruckschwankungen in der N\u00e4he des rasenden Rotorfl\u00fcgels reichen, ihre Lungen zu zerst\u00f6ren.&nbsp;Totfunde sind zuf\u00e4llig und selten, weil die kleinen Kadaver schnell von Aasfressern abger\u00e4umt werden. In der Windkraft-Unterst\u00fctzerszene versteigt man sich immer wieder zur Behauptung, tote Flederm\u00e4use seien von Windkraftgegnern gezielt abgelegt worden, um dem Ruf der Windkraftindustrie zu schaden. <strong>Nach vorsichtigen Sch\u00e4tzungen kommen <a href=\"https:\/\/lfu.brandenburg.de\/cms\/detail.php\/bb1.c.312579.de\">mehrere Hunderttausend Flederm\u00e4use an den ca. 30.000 Windenergieanlagen Deutschlands j\u00e4hrlich zu Tode<\/a><\/strong><a href=\"https:\/\/lfu.brandenburg.de\/cms\/detail.php\/bb1.c.312579.de\">.&nbsp;<\/a>Betroffen sind alle Arten, vor allem aber nach den Zahlen der Totfunde der Gro\u00dfe Abendsegler, die Zwergfledermaus und die Rauhhautfledermaus.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Auch Offshore-Windkraft ist nicht naturvertr\u00e4glich<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn.pixabay.com\/photo\/2014\/08\/02\/19\/02\/windrader-408596_960_720.jpg\" alt=\"Windr\u00e4der, Windpark, See, Energie, Windenergie\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Windindustrie auf See, Foto: Florian Pircher, <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/windr\u00e4der-windpark-see-energie-408596\/\">Pixabay<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nicht nur das eingangs erw\u00e4hnte <a href=\"https:\/\/www.wattenrat.de\/2016\/10\/01\/nearshore-windpark-nordergruende-waechst-am-nationalpark-niedersaechsisches-wattenmeer\/\"><strong>Windindustriegebiet &#8222;Nordergr\u00fcnde&#8220;<\/strong> direkt am Nationalpark Nieders\u00e4chsisches Wattenmeer<\/a> zeigt die R\u00fccksichtslosigkeit, mit der die Windindustrie bei der Invasion in selbst sensibelste K\u00fcstenbereiche vorgeht. Die massiven Eingriffe werden auch an anderen sensiblen Stellen zum Problem:<\/p>\n\n\n\n<p>So bedeutet z.B. der Bau des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Offshore-Windpark_Butendiek\"><strong>Windindustriegebietes &#8222;Butendiek&#8220;<\/strong> (80 Windkraftanlagen ca. 32 km westlich von Sylt, errichtet im Jahr 2014)<\/a> eine Entwertung bis hin zum Verlust wertvoller Lebensr\u00e4ume f\u00fcr streng gesch\u00fctzte Seev\u00f6gel (so insbesondere Seetaucher), gegen die der NABU vor dem VG K\u00f6ln mit Bezug auf das <a href=\"https:\/\/www.nul-online.de\/Magazin\/Archiv\/Die-Verantwortlichkeit-nach-dem-Umweltschadensgesetz,QUlEPTQ5NDk0MTkmTUlEPTgyMDMw.html\">Umweltschadensrecht der Bundesrepublik Deutschland<\/a>  (Umweltschadensgesetz USchadG) geklagt  hatte, und nun in <a href=\"https:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/page\/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA210300936&amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp\">zweiter Instanz vor dem OVG M\u00fcnster<\/a> (Urteil vom 11.03.2021, AZ 21 A 49\/17) erneut verloren hat.  J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger, derzeitiger Pr\u00e4sident des NABU, lamentiert nun zur Klatsche, die sein windkraft-affiner Verband ohne Zulassung auf Revision erlitten hat: <\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2021\/03\/29579.html\">\u201eDas Urteil setzt die Anwendung des Umweltschadensrechts im Sinne des Biodiversit\u00e4tsschutzes au\u00dfer Kraft: Es formuliert f\u00fcr den Nachweis eines Umweltschadens extrem hohe Anforderungen, die praktisch nicht erf\u00fcllbar sind. Hier ist der Ma\u00dfstab verrutscht. Nach Auffassung der M\u00fcnsteraner Richter ist die Definition eines Umweltschadens nicht erf\u00fcllt, wenn eine gesch\u00fctzte Art in einem f\u00fcr sie ausgewiesenen Schutzgebiet weitr\u00e4umig Lebensraum verliert. So f\u00fchren wir die Anwendung europ\u00e4ischen Naturschutzrechts ad absurdum. Wenn dann noch der Vorwurf folgt, der NABU h\u00e4tte in seinen fr\u00fchen Antr\u00e4gen trotz vorgelegter Rechts- und Fachgutachten den Umweltschaden nicht in ausreichender Tiefe glaubhaft gemacht, stellt sich tats\u00e4chlich die Frage, ob hier nicht das Umweltschadensrecht unbrauchbar und die Verbandsklage unm\u00f6glich gemacht werden soll.\u201c<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Derselbe J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger hat den omin\u00f6sen &#8222;Vogelfrieden&#8220; (ein <a href=\"https:\/\/www.nabu.de\/news\/2020\/12\/29061.html\">&#8222;Strategiepapier zu Beschleunigung des naturvertr\u00e4glichen Windkraftausbaus&#8220;<\/a>) zu verantworten, mit dem sich sein Verband an die Windkraft-Partei B\u00fcndnis90\/die GR\u00dcNEN bindet, sich zusammen mit dieser Partei gemeinsam auf Kollisionskurs zum Artenschutzrecht der EU befindet, und letztlich den Natur- und Artenschutz an die Windkraftindustrie ausliefert (meine kritische Kommentierung zu diesem Vorgang siehe hier: <\/p>\n\n\n\n<p><em>Epple, W.(2021): \u201eVogelfrieden\u201c. Die Auslieferung des Naturschutzes an die Windkraft. Anmerkungen zum Strategiepapier von NABU und B\u00fcndnis 90\/die GR\u00dcNEN zur Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie.&nbsp;<a href=\"https:\/\/naturschutz-initiative.de\/images\/PDF2021\/01NM2021.pdf\">Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V. 01\/2021: 56-59.<\/a><\/em><a href=\"https:\/\/naturschutz-initiative.de\/images\/PDF2021\/01NM2021.pdf\">&nbsp;<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Offshore-Windpark_Butendiek#\/media\/Datei:Karte_Offshore-Windkraftanlagen_in_der_Deutschen_Bucht.png\"><strong>Karte der in Betrieb befindlichen und beantragten Windindutriegebiete in der Deutschen Bucht<\/strong> <\/a>anschaut, bekommt einen Eindruck vom bereits erfolgten und noch bevorstehenden Ausverkauf der Natur f\u00fcr die Windkraft auf See&#8230;Vor dem Hintergrund der sogenannten <a href=\"https:\/\/www.bmwi.de\/Redaktion\/DE\/Publikationen\/Energie\/die-nationale-wasserstoffstrategie.html\">&#8222;Nationalen Wasserstoffstrategie&#8220; <\/a>und der dazu angeblich notwendigen avisierten versch\u00e4rften <a href=\"https:\/\/www.wattenrat.de\/2021\/11\/27\/der-rot-gelb-gruene-ampel-koalitionsvertrag-der-untergang-des-naturschutzes-fuer-den-klimaschutz\/\">Ausbauszenarien f\u00fcr die Windkraft durch die neue Ampel-Regierung <\/a>ist von einem Super-GAU f\u00fcr den Naturschutz an den K\u00fcsten und auf  freier See auszugehen. Der Koalitionsvertrag von SPD, GR\u00dcNEN und FDP birgt hierzu ein Horrorszenario f\u00fcr den Meeresnaturschutz (<a href=\"https:\/\/www.naturschutz-initiative.de\/images\/PDF2021\/Epple2021KoalitionsvertragAmpel.pdf\">eigene Kritik hier<\/a>). Das Horrorszenario f\u00fcr den Naturschutz in unseren Meeren  <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/windenergie-awz-in-nordsee-und-ostsee-fuer-offshore-strom-hier-will-der-bund-die-windkraft-ausbauen-a-23b83af6-6600-4841-8d2e-643e33523748\">gilt f\u00fcr Nordsee und Ostsee gleicherma\u00dfen. Selbst der Windkraft-affine &#8222;Spiegel&#8220;, der ansonsten h\u00e4ufig einseitig die Propaganda der Windkraftindustrie nachplappert, kommt nicht umhin, hier\u00fcber ansatzweise kritisch zu berichten&#8230;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.fino1.de\/de\/forschung\/aktuelle-projekte\/zugvoegel-und-windparks.html\">Zur Beforschung der Auswirkungen von Windindustrie offshore auf den Vogelzug siehe hier.<\/a><\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt kann keine Rede davon sein, dass der Ausbau der Windkraft auf See &#8222;naturvertr\u00e4glich&#8220; ist. Er ist genau so naturfressend wie die Invasion der Windkraft an Land! Immerhin gibt es <a href=\"https:\/\/www.bfn.de\/themen\/meeresnaturschutz\/belastungen-im-meer\/offshore-windkraft\/auswirkungen-auf-marine-arten.html\">beim auf Windkraft-Kurs gebrachten Bundesamt f\u00fcr Naturschutz noch eine kritische Seite zur Problematik<\/a>. <strong>Zur insgesamt inzwischen eher fragw\u00fcrdigen Rolle des BfN in Sachen Naturschutz und Windkraft vergleiche <a href=\"https:\/\/umwelt-watchblog.de\/offenbarungseid-der-hoechsten-deutschen-naturschutzbehoerde\/\">meinen Blogbeitrag hier.<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Geduld, diese Seite wird weiter bearbeitet&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ver\u00f6ffentlicht Dezember 2019 Das Foto zeigt G\u00e4nseflug \u00fcber dem Dollart in der Gegend des \u201eBorssumer Hammrichs\u201c. Foto: Eilert Vo\u00df. 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