{"id":3471,"date":"2020-12-21T07:32:49","date_gmt":"2020-12-21T07:32:49","guid":{"rendered":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?p=3471"},"modified":"2021-02-01T10:15:41","modified_gmt":"2021-02-01T10:15:41","slug":"das-programm-von-buendnis90-die-gruenen-waldvernichtung-durch-windkraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?p=3471","title":{"rendered":"Das Programm von B\u00fcndnis90\/die GR\u00dcNEN: Waldvernichtung durch Windkraft."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Naturzerst\u00f6rung mit Ank\u00fcndigung &#8211; im Zeichen des &#8222;Klimaschutzes&#8220;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/bw-gruene-parteitag-wahlprogramm-100.html\"><strong>Baden-W\u00fcrttembergs GR\u00dcNE fordern im Wahlprogramm 2021:  2000 Windr\u00e4der in den Staatswald<\/strong> <\/a>(neben dem gewohnt Windkraft-affinen \u00f6ffentlich-rechtlichen SWR, der hier verlinkt ist, berichtete auch der &#8222;Schwarzw\u00e4lder Bote&#8220; mit gro\u00dfer Aufmachung in seiner Ausgabe Nr. 290 vom 14. Dezember 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>Hier der Screenshot aus dem SWR-Bericht (SWR Aktuell vom 13.12.2020, 19.38 Uhr)<a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/bw-gruene-parteitag-wahlprogramm-100.html\">,<\/a> aufgenommen am 21.01.2021:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"288\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-20-um-19.18.22-1024x288.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3500\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-20-um-19.18.22-1024x288.png 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-20-um-19.18.22-300x85.png 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-20-um-19.18.22-768x216.png 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bildschirmfoto-2021-01-20-um-19.18.22.png 1484w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Als ob das auf Druck der Partei B\u00fcndnis90\/die GR\u00dcNEN bereits begonnene <a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?p=2567\">Landschaft-Zerst\u00f6rungswerk durch die Windkraftindustrie (nicht nur) im Schwarzwald <\/a>in seinen Ausma\u00dfen nicht schon jetzt verheerend genug w\u00e4re<a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=86\"> (Foto hier<\/a>), legen die GR\u00dcNEN in Baden-W\u00fcrttemberg noch eine Schippe drauf.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-scaled.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2686\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-scaled.jpg 2560w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-768x512.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/AusblickeDSC_0027_9282-Kopie-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><figcaption>Errichtung von Windkraftindustrie auf Kosten des Waldes. Geht es nach den Vorstellungen der GR\u00dcNEN, sollen alleine in Baden-W\u00fcrttemberg tausende Hektare Wald f\u00fcr Windkraft entwertet werden. Das Bild entstand im Schwarzwald. Foto: Wolf Hockenjos<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hierzu ein Gastbeitrag von Wolf Hockenjos *<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><strong>Zugriff<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\"><em>Wenn doch nur eine Seuche unter die alten Oberf\u00f6rster k\u00e4me! (Karl Philipp, zitiert von K. Hasel in: \u201eAus alten Dienerakten \u2013 Badische Bezirksf\u00f6rster zwischen 1780 und 1880\u201c. Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Baden-W\u00fcrttemberg, Bd. 76.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Eigentlich mag ich unseren Ministerpr\u00e4sidenten in seiner landesv\u00e4terlich-bed\u00e4chtigen, mitunter sogar philosophischen Art. Und auch an Sympathien f\u00fcr die B\u00fcndnisgr\u00fcnen hat es mir in der Vergangenheit \u2013 eigentlich \u2013 nie gefehlt, mir, dem Berufsgr\u00fcnen im Ruhestand, der sich sp\u00e4testens seit den Orkanen der 1990er Jahre mit mutma\u00dflichen Ph\u00e4nomenen des Klimawandels auseinanderzusetzen hatte. Doch seit dem dritten Advent im Krisenjahr 2020, wei\u00df ich: Im kommenden M\u00e4rz werde ich nicht mehr gr\u00fcn w\u00e4hlen \u2013 Sympathien hin oder her. Denn die Landesgr\u00fcnen haben, wie die Medien<a href=\"applewebdata:\/\/EC03EDA3-C557-478F-BA8E-26C0C48125EB#_ftn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>berichteten, auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz beschlossen, im Falle ihres Wahlsiegs im Staatswald des Landes 2.000 (!) Windenergieanlagen zu erstellen. Im gedruckten Wahlprogramm wird zwar etwas abgewiegelt: \u201eWir werden die Windkraft auf allen geeigneten Fl\u00e4chen im Staatswald ausbauen, ebenso in der Fl\u00e4che, so k\u00f6nnten \u00fcber 1000 neue Anlagen entstehen.\u201c Doch der Staatswald steht offenbar zur Disposition.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Seit der Reform vom 1. Januar 2020 ist er Anstalt \u00f6ffentlichen Rechts (A\u00f6R), und der neuentstandene Landesbetrieb ForstBW ist gehalten, seinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten und die Verpachtung von WEA-Fl\u00e4chen intensiv voran zu treiben. Wo der Ausbau im gr\u00fcn regierten \u201eL\u00e4ndle\u201c doch seit vier Jahren ins Stocken geraten ist. Bis zum Jahr 2020 h\u00e4tten es nach dem Willen der Regierung 1200 Anlagen sein sollen, um damit 10 Prozent des Stroms aus heimischer Windenergie zu produzieren, doch bis 2019 waren es landesweit gerade mal 730 geworden, und auch der Zubau im Jahr 2020 blieb mit weiteren 14 Anlagen weit hinter der gr\u00fcnen Zielvorstellungen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Ob ein- oder zweitausend neue Windr\u00e4der auf der 324.000 ha umfassenden Staatswaldfl\u00e4che, auf ca. 9 Prozent der Landesfl\u00e4che: Es bleibt ein Ziel, das schaudern l\u00e4sst! Denn damit m\u00fcsste jede auch nur halbwegs windh\u00f6ffige Plateaulage und jeder Bergr\u00fccken mit bis zweihundertf\u00fcnfzig Meter hohen Industrieanlagen best\u00fcckt und verspargelt werden. Adieu Schwarzw\u00e4lder Auerh\u00fchner, adieu Landschaftsschutz, adieu Tourismus! Dies ausgerechnet zum Zeitpunkt, an dem in Erfurt die Regierungskoalition (unter Einschluss der Gr\u00fcnen) den Th\u00fcringer Wald als Standort f\u00fcr Windr\u00e4der kategorisch ausgeschlossen hat \u2013 aus Angst vor einem weiteren Anwachsen der AfD-Opposition!<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color has-small-font-size\"><a href=\"applewebdata:\/\/EC03EDA3-C557-478F-BA8E-26C0C48125EB#_ftnref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a>&nbsp;SWR Baden-W\u00fcrttemberg aktuell am 12. 12. 2020 und Schwarzw\u00e4lder Bote v. 14. 12. 2020<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bild-21.12.20-um-07.40-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3475\" srcset=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bild-21.12.20-um-07.40-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bild-21.12.20-um-07.40-300x200.jpg 300w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bild-21.12.20-um-07.40-768x512.jpg 768w, https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Bild-21.12.20-um-07.40.jpg 1105w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die Invasion der Windkraftindustrie auf Kosten von Wald und Landschaft hat an vielen Orten im von den GR\u00dcNEN und der zum Juniorpartner degradierten CDU regierten Baden-W\u00fcrttemberg l\u00e4ngst begonnen. Das Bild zeigt <a href=\"https:\/\/www.hochschwarzwald.de\/St.-Maergen\">St.M\u00e4rgen im Schwarzwald.<\/a> Foto: Wolf Hockenjos. <br>Auf den Tourismus-Werbebrosch\u00fcren wird der Ort regelm\u00e4\u00dfig besch\u00f6nigt dargestellt, indem man die Verunstaltung der Landschaft und die Zerst\u00f6rung der W\u00e4lder durch die benachbarte Windkraft bewusst ausl\u00e4sst. <br>Die regierungsbeteiligte CDU hat dem &#8222;gr\u00fcnen&#8220; Windkraft-Programm und damit der  Wald- und Landschaft-Entwertung offensichtlich nichts entgegen zu setzen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Um so viele WEA in bewaldete Gebirgslandschaften zu stellen, m\u00fcssen mindestens ebenso viele Hektar gerodet werden, vom Ausbau und von der Verbreiterung der \u201eZuwegung\u201c (wie es im Amtsdeutsch der Genehmigungsbeh\u00f6rden hei\u00dft) ganz abgesehen. Gewiss, andernorts m\u00fcssen daf\u00fcr wieder Fl\u00e4chen aufgeforstet werden, doch bis diese als CO2-Senken zu gebrauchen sind, werden noch viele Jahrzehnte ins Land gehen. Jeder Hektar Wald, hei\u00dft es, binde j\u00e4hrlich ca. 10 Tonnen CO2. Die sind gegenzurechnen mit dem \u00f6kologischen Rucksack der gigantischen Beton- und Stahlkonstruktionen samt ihren aus kohlenstofffaserverst\u00e4rkten Verbundwerkstoffen hergestellten, brandgef\u00e4hrlichen und giftigen Rotorbl\u00e4ttern zuz\u00fcglich dem CO2-Aussto\u00df f\u00fcr Transporte und Wartung. Zur \u00d6kobilanz geh\u00f6ren freilich auch die Verluste an V\u00f6geln, Flederm\u00e4usen und Fluginsekten, an Naturlebensraum wie an Natur-Erlebnisraum, auch die schwindende Erlebnisqualit\u00e4t f\u00fcr Waldbesucher durch Rotorl\u00e4rm, Schattenwurf und optische Suggestivwirkung. Ausgehebelt wird dabei allemal der \u00a7 1 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes, wonach bislang unzerschnittene R\u00e4ume und unzersiedelte Waldgebiete, wie sie nun als Windenergiestandorte im siedlungsfernen Staatswald zur Verf\u00fcgung gestellt werden sollen, vor weiterer Zerschneidung zu bewahren sind, R\u00e4ume, die angesichts fortschreitender Fragmentierung, Bebauung und Belastung unserer Kulturlandschaft immer knapper und immer wertvoller werden \u2013 und das im bekannterma\u00dfen windschw\u00e4chsten Bundesland der Republik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">\u201eEs war die Liebe zur Natur\u201c, so wird im Wahlprogramm Winfried Kretschmann zitiert, \u201edie mich zu den Gr\u00fcnen gebracht hat.\u201c Die gro\u00dftechnische \u00dcberpr\u00e4gung und Industrialisierung von Waldlandschaften, ihre Entwertung als Naturerlebnisraum scheinen den Landesvater nicht zu bek\u00fcmmern; wo sich hier doch f\u00fcr die Staatskasse h\u00f6chst lukrative Verpachtungsfl\u00e4chen anbieten. \u201eIch finde Windr\u00e4der einfach sch\u00f6n\u201c, so beschied er im Stuttgarter Neuen Schloss Kritiker anl\u00e4sslich einer Jubil\u00e4umsveranstaltung des Landesnaturschutzverbands. Geh\u00f6ren sie doch zum Gr\u00fcndungsmythos der Gr\u00fcnen, nicht anders als der Kampf gegen die Kernkraft seit der siegreichen Platzbesetzung in Wyhl anfangs der 1970er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Ein- bis zweitausend Windr\u00e4der f\u00fcr den baden-w\u00fcrttembergischen Staatswald \u2013 unterm Strich eine kaum weniger abstruse Zahl als die eine Million Windr\u00e4der f\u00fcr Deutschland, mit der die Energiewende im Zeichen steil wachsenden Stromverbrauchs durch E-Motorisierung, W\u00e4rmepumpen und Digitalisierung gelingen soll nach Abschaffung von Kernkraft und Dekarbonisierung. Und dies, wohlgemerkt, auch bei Dunkelflauten und unter Ber\u00fccksichtigung fehlender Speicherkapazit\u00e4t wie fehlender Stromtrassen. Im \u00fcbergesetzlichen Notstand muss dann halt auch gegen naturschutz- und waldgesetzliche Vorgaben versto\u00dfen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">In Verantwortung f\u00fcr die k\u00fcnftigen Generationen sch\u00fctzt der Staat gem. Grundgesetz-Art. 20a die nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen und die Tiere. Und nach dem Naturschutzgesetz (\u00a7 2 Abs. 1 Pkt. 13) ist die Landschaft \u201ein ihrer Vielfalt, Eigenart und Sch\u00f6nheit auch wegen ihrer Bedeutung als Erlebnis- und Erholungsraum des Menschen zu sichern\u201c \u2013 alles Schnee von gestern? Zweck des Landeswaldgesetzes (gem. \u00a7 1 Abs. 1) ist noch immer, \u201eden Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung f\u00fcr die Umwelt, insbesondere f\u00fcr die dauernde Leistungsf\u00e4higkeit des Naturhaushalts, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, die Tier- und Pflanzenwelt, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bev\u00f6lkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern; Leitbild hierf\u00fcr ist die nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung \u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-cyan-blue-color has-text-color\">Lohnt es sich \u00fcberhaupt noch, in Gesetzestexten zu bl\u00e4ttern, wenn der Staat selbst beim Schutz des Waldes seiner Vorbildfunktion nicht mehr nachkommt?&nbsp;&nbsp;Vor Landtagswahlen und in Zeiten von&nbsp;<em>Fridays for Future<\/em>&nbsp;m\u00f6gen derlei Fragen als l\u00e4ngst \u00fcberholte Waldh\u00fcterreflexe abgetan werden \u2013 wenn allenfalls \u201edie alten Oberf\u00f6rster\u201c (s. o.) noch immer keine Ruhe geben wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>* zum Gastautor:<strong>&nbsp;<em><a href=\"https:\/\/www.hochschwarzwald.de\/Reisemagazin\/Alle-Geschichten\/Natur\/Die-Hueter-der-Weisstanne\">Wolf Hockenjos<\/a><\/em><\/strong><em>, Jahrgang 1940, ist fundierter Kenner der Materie. Er war ein Vierteljahrhundert lang Forstamtsleiter in Villingen-Schwenningen, Baden-W\u00fcrttemberg, dazu Kreisbeauftragter f\u00fcr Naturschutz und Waldreferent des Landesnaturschutzverbands Baden-W\u00fcrttemberg. Als begeisterter Fotograf hat er etliche Bildtextb\u00e4nde verfasst. Er ist Initiator der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.luchs-bw.de\/\">Luchs-Initiative Baden-W\u00fcrttemberg e. V.<\/a>&nbsp;und k\u00e4mpft seit Jahren gegen die Exzesse der Windindustrie in \u00f6kologisch und touristisch hochwertigen Landschaften.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zu empfehlen ist sein weiterer <strong><a href=\"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/?page_id=2246\">Gastbeitrag zur Windkraft-Erm\u00f6glichung-Forschung am Auerhuhn auf dieser Homepage hier.<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Anzumerken bleibt: <\/p>\n\n\n\n<p>Der Staatswald geh\u00f6rt nicht den GR\u00dcNEN und auch nicht einer Landesregierung. Wald in gro\u00dfem Ma\u00dfstab zu industrialisieren ist nicht Auftrag einer staatlichen Forstverwaltung. Der Staatswald ist vielmehr wie anderer in \u00f6ffentlichem Besitz befindlicher Wald (z.B. der K\u00f6rperschaftswald der St\u00e4dte und Gemeinden) den jeweils politisch Verantwortlichen <em>als Treugut zur pfleglichen Behandlung und zum nachhaltigen Schutz anvertraut<\/em>. Die \u00d6ffnung der im \u00f6ffentlichen Besitz befindlichen W\u00e4lder Deutschlands f\u00fcr die Windkraftindustrie ist genauso verwerflich wie das Schalten und Walten von privaten Wald-Gro\u00dfgrundbesitzern, wenn als &#8222;Folgenutzung&#8220;  auf durch waldbauliche Fehler entstandenen Waldbl\u00f6\u00dfen die Industrialisierung mit Windkraft angestrebt und betrieben wird, um angeblich entgangene &#8222;Gewinne&#8220; auszugleichen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Windkraft im Staatswald ist wie die Veruntreuung einer Allmende.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dass <a href=\"https:\/\/www.naturschutz-initiative.de\/images\/PDF2019\/ESSAY-EPPLE-WOLFGANG.pdf\">die mit der GR\u00dcNEN Partei personell verbandelten Klimaaktivisten rund um &#8222;Fridays for Future&#8220;<\/a> die Zerst\u00f6rung der W\u00e4lder durch Windkraft nicht auf dem Schirm haben, weist auf die Einseitigkeit der &#8222;Klimaschutz&#8220;-Bewegung hin, die an anderer Stelle sehr wohl und gerade mit dem Klimaschutz-Argument gegen Waldzerst\u00f6rungen agitiert. Es verwundert daher nicht, dass sich die GR\u00dcNE Partei-Jugend dort andient: <em><strong>&#8222;Es gehe darum, die Anh\u00e4nger von Fridays for Future mitzunehmen, die den GR\u00dcNEN &#8222;krasse Erfolge&#8220; 2019 bei der Europa-Wahl beschert h\u00e4tten&#8230;&#8220;<\/strong><\/em>, wird die Sprecherin der GR\u00dcNEN-Jugend im &#8222;Schwarzw\u00e4lder Boten&#8220; vom 14. Dezember auf dem Parteitag zitiert, der die Waldvernichtung durch Windkraft mit 98 % der Stimmen beschlossen hat&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Baden-W\u00fcrttemberg tun sich auch die L\u00e4nder Rheinland-Pfalz und Hessen mit der Opferung von Staatswald f\u00fcr die Windkraftindustrie hervor. Die jeweiligen Forstbeh\u00f6rden sind im Fahrwasser und auf Druck der herrschenden GR\u00dcNEN Ministerinnen und Minister wie in Baden-W\u00fcrttemberg weitgehend auf Windkraftkurs gebracht. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/mueef.rlp.de\/fileadmin\/mulewf\/Publikationen\/Klimawandel_heisst_Waldwandel.pdf\">Rheinland-Pfalz siehe hier<\/a>. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.hessen-forst.de\/windenergie-klimaschutz\/#\">Hessen siehe hier<\/a>. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturzerst\u00f6rung mit Ank\u00fcndigung &#8211; im Zeichen des &#8222;Klimaschutzes&#8220; Baden-W\u00fcrttembergs GR\u00dcNE fordern im Wahlprogramm 2021: 2000 Windr\u00e4der in den Staatswald (neben dem gewohnt Windkraft-affinen \u00f6ffentlich-rechtlichen SWR, &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"om_disable_all_campaigns":false,"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3471","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"aioseo_notices":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3471"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3471"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3546,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3471\/revisions\/3546"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wolfgangepplenaturschutzundethik.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}