Dezember 5, 2022

Über mich

Aus aktuellem Anlass:

Die alte Bundesregierung unter Führung Dr. Angela Merkel (CDU) hat den Naturschutz im Rahmen der Energiewende und speziell für den „beschleunigten“ Ausbau der Windkraft bereits erheblich und gezielt geschwächt (siehe hier und unter verschiedenen Publikationen 2021, u.a.: „Naturschutz als Hindernis der Energiewende“, „Vogelfrieden“ ). Die aus dem Amt geschiedene langjährige „Klima-Kanzlerin“ und ihre Regierung tragen Verantwortung für ein schweres und mehr als fragwürdiges Erbe für die Zukunft und die auch persönliche Politiker-Verantwortung für den Beginn der gezielten Erosion des Naturschutzrechtes im Rahmen und Namen des „Klimaschutzes“ in Deutschland und Europa.

Ausgehend von Deutschland ist eine Entwicklung in Gang gesetzt, an deren Ende die Schleifung der hohen Standards des Artenschutzes droht. Minister Robert Habeck (Windkraft-Partei Die GRÜNEN, in der Presse („Spiegel“ vom 03.12.2021) bereits als Windkrad-Minister bezeichnet) macht sich zügig daran, mit dem im Koalitionsvertrag angekündigten Angriff auf die europäischen Rechtsgrundlagen des Naturschutzes Ernst zu machen.  Der schon unter Frau Merkel jahrelang dienende neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) trägt seit dem 8. Dezember 2021 die persönliche Verantwortung für diesen Kurs unter verschärften Vorzeichen weiter.

Folgt man den einschlägigen Formulierungen im Koalitionsvertrag, der zwischen SPD, Bündnis 90/die GRÜNEN und FDP zur neuen „Ampel“-Regierung ausgehandelt wurde, wird klar, dass die Dämme des Naturschutzes endgültig auf Kosten von Mensch und Natur brechen sollen. Es sind Maßnahmen zur Beschleunigung des Windkraftausbaus an Land und auf dem Meer und für den Vorrang der Erneuerbaren Energien vor dem Natur- und Artenschutz geplant, die sowohl mit EU-Recht nicht vereinbar sind, als auch auf Kollisionskurs mit der Verfassung liegen.

Im Rahmen der geplanten „Transformation“ unserer Gesellschaft droht der Untergang des Naturschutzes.

Nicht nur der Naturschutz kommt unter die Räder:

Die Vorstellungen, die der neue „Klimaminister“ Robert Habeck (Bündnis 90/die GRÜNEN) zur „Entfesselung“ der Windkraft entwickelt und am 11. Januar 2022 in der hauseigenen Pressemitteilung noch mit Weglassungen verharmlosend konkretisiert, bedeuten einen Frontalangriff auf Gesundheit und Bürgerrechte (Stichwort: Mindestabstände zur Wohnbebauung), auf die rechtsstaatlich gebotene Güterabwägung unter Berücksichtigung aller Schutzgüter der Verfassung (Stichwort: Art. 20a GG), und auf die kommunale Selbstverwaltung als Säule der Demokratie. Die Vorfeld- und Frontorganisationen der Windkraftindustrie, voran BUND und Greenpeace/Greenpeace Energy haben schon unter der Vorgängerregierung Merkel den Weg für ein Windkraft-an-Land-Gesetz gezeichnet, das die neue Bundesregierung nun in politischer Erfüllung der Maximalforderungen der Windlobby in Angriff nehmen will. Der Weg in den autoritär von oben regierenden Klimastaat scheint offenbar mit Billigung und Unterstützung der anderen Ampel-Parteien geebnet.

Mein Buch zum Konflikt Windkraft-Naturschutz ist unter diesen Vorzeichen aktueller denn je. Dort finden Sie eine Fülle von Argumenten und den ungeschönten Blick auf Entwicklungen, die in der öffentlichen Diskussion bislang zu kurz kommen und in den Medien ausgeschwiegen oder verzerrt dargestellt wurden und werden. Die gedankliche Engführung in den Medien geht inzwischen so weit, den Menschen zu suggerieren, mit dem Ausbau der Windkraft könne der Klimawandel aufgehalten werden, zukünftige Extremwetterereignisse vermieden und die Biodiversität gerettet werden. Ich werde demnächst konkrete Beispiele dieser Irreführung auf der Homepage aufgreifen.

Die Energiewende deutscher Machart wird zur zentralen und finalen Auseinandersetzung um die hohen Standards, die im europäischen Naturschutz über Jahrzehnte mühsam errungen wurden. Die Engführung des Themas bis hinauf in des Bundesverfassungsgericht (siehe Anmerkungen zum sogenannten Klima-Urteil) wirft den Diskurs um die Naturschutzethik um Jahrzehnte auf anthropozentrischen Ansatz zurück.

Hier geht es zum Buch

und hier geht es zum finalen Konflikt um Natur und Landschaft

Vita und Persönliches:

Geboren 1953 in Esslingen am Neckar, verheiratet mit Anna Lena geb. Leimbach

Ab 1957 aufgewachsen zusammen mit zwei Brüdern in Rohrau, einem kleinen Dorf am nördlichen Rand des Schönbuchs im Landkreis Böblingen/Württemberg

Gymnasialzeit Schickhardt-Gymnasium in Herrenberg/Landkreis Böblingen

Studium der Biologie und Chemie an der Universität Stuttgart Hohenheim

Promotion im Fachbereich Zoologie als Max-Planck-Stipendiat, betreut von der Vogelwarte Radolfzell

Langjähriger Wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Landesgeschäftsführer Baden-Württemberg des NABU (vormals Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.)

Naturschutzreferent im seinerzeitigen Landesamt für Flurneuordnung Baden-Württemberg

Auftragsgutachter des ehemaligen Niedersächsischen Landesamtes für Ökologie an der Schnittstelle Naturschutz/Landwirtschaft in einem Projekt zum Wiesenvogelschutz im Landkreis Wesermarsch/Niedersachsen

Ehrenamtlicher wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V.

Unterstützer der Bundesbürgerinitiative Waldschutz BBIWS

Nunmehr seit mehr als 50 Jahren aktiv für die Bewahrung der Natur

Außerhalb meiner großen Liebe zur Natur gehört ein großer Teil des Lebens der mit der Ehefrau Anna Lena geteilten besonderen Liebe der Musik.

Aktiv: Klavier, Orgel, Saxophon, Hümmelchen (ein deutscher Dudelsack, siehe Foto), Sitar, Chor…

Als junger Mann an der geliebten Kirchenorgel des Heimatortes Rohrau im Kreis Böblingen. Foto: Günter Renz

Zwei Choralbearbeitungen aus dem „Orgelbüchlein“ von Johann Sebastian Bach, gespielt ca. 1970 an der kleinen im Foto sichtbaren Kirchenorgel der Dorfkirche zu Rohrau. Die Fachwerk-Kirche wurde leider abgerissen…die Orgel hat überlebt. Originalton Johann Sebastian Bach zum „Orgelbüchlein“:
„Worinne einem anfahenden Organisten Anleitung gegeben wird, auf allerhand Arth einen Choral durchzuführen…“

Johann Sebastian Bach: „Vom Himmel hoch“ (Orgelbüchlein Choralbearb. Nr. 8)


Johann Sebastian Bach: „Gelobet seist Du Jesu Christ“ (Orgelbüchlein Choralbearb. Nr.6)

….Passiv: von gutem Pop über Weltmusik bis Jazz; in der sogenannten „klassischen Musik“ von Gregorianik über Barock bis zur Spätromantik.

Unsere erweiterte Liebe, die meine Frau und ich teilen, gehört den uns über Jahre treu begleitenden Tieren, unserem „kleinen feinen Rudel“; jahrelang gehörten Schafe und Pferde dazu, im Moment (2021) ist es (nur noch) ein Kater,

„Bernie Bernstein“: …

…und ein britischer Collie-Rüde, „Sir Duke“:

Über viele Jahre war die Beschäftigung mit Pferden eine Freude und Leidenschaft; hier mit „Leska“, unserer Fjord-Stute, und ihrem neu geborenen Fohlen „Lara“ in den 1990er Jahren:

Foto: Christine Finckh

Die Erhaltungszucht der Moorschnucke, einer alten Schafrasse, prägte in der Freizeit die Jahre an der Nordsee; auf dem Bild ist „Wotan“, ein altdeutscher Schäferhund-Rüde bei der zärtlichen Betreuung der Lämmer zu sehen:

Foto: Christine Finckh

Die Zähmung von und Begegnung mit Wildtieren sollte in das Leben eines Verhaltensforschers gehören; zwei Bilder aus „alten Tagen“:

Mit „Charly“, dem im Rahmen der Verhaltensforschung vom Ei weg aufgezogenen Schleiereulen-Hahn:

Foto: Christine Finckh

Mit der vom neunten Lebenstag an handaufgezogenen europäischen Wölfin „Anka“:

Foto: Gerhard Bäuerle

Die direkte Begegnung und nahe Vertrautheit mit Tieren, seien es „Haustiere“ oder Wildtiere, vermittelt jene emotionale und intuitive Grundlage, die Voraussetzung mitgeschöpflichen Fühlens, Denkens und Handelns ist; in der Sprache der Tiefenökologie:

„Mitsein in der Natur“.

Die Begabung „höherer“ Tiere für Emotion, für Gefühle wie Freude, Angst, „Freundschaft“, und die Ansätze und Leistungen von Empathie und „Gedankenübertragung“ kennt jeder Tierfreund vom Umgang mit Hund und Katze…Zwei Zitate:

Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn es vonnöten ist. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz...

Es werden mehrere Jahrtausende von Liebe nötig sein, um den Tieren ihr durch uns zugefügtes Leid heimzuzahlen!

Franz von Assisi (1182 -1226)

Ich wünsche allen Besuchern meiner Homepage beglückende, möglichst mit vielen anderen Menschen geteilte Begegnungen mit Tieren und mit all der unerschöpflichen Schönheit und Vielfalt der Natur.

Herzlichst

Ihr

Wolfgang Epple