Juni 1, 2020

19. Mai 2020: Waldvernichtung durch die Windkraftindustrie – ein Beispiel aus dem mittleren Schwarzwald

Glauben die Verantwortlichen der Windkraft-Unterstützungsparteien im Ernst, alle Menschen dieser Republik seien käuflich, und man könne die „Akzeptanz“ für Windkraftindustrie selbst in schönster Natur steigern durch „finanzielle Beteiligung“? Glauben die Verantwortlichen, mit einem (geradezu lächerlichen) Mindestabstand der Monsterbauwerke von 1000 Metern zur Wohnbebauung seien die schwerwiegenden Beeinträchtigungen für die Natur, Landschaft und das Wohlbefinden der Menschen behoben? Die (vorläufigen) Beschlüsse der Umweltministerkonferenz vom 15. Mai 2020 laufen auf die gezielte weitere Schwächung des Landschafts- und Naturschutzes zu Gunsten der Begehrlichkeiten der Windbranche hinaus, und sind von der hier kritisierten wirklichkeitsfremden Vorstellung der „Akzeptanzsteigerung“ geprägt. Wenn Verfahren weiter beschleunigt werden sollen, und – wie seit Monaten verlautbart – Bürgerrechte gleichzeitig eingeschränkt werden sollen, wenn geltendes höherrangiges EU-Recht für den Artenschutz missachtet wird oder ausgehebelt werden soll, und wenn der Widerstand bzw. schon die Kritik am brachialen Vorgehen der Windkraftprofiteure als politisch unkorrekt ausgegrenzt wird (Epple (2017 und hier), so sind dies sehr schlechte Vorzeichen. Ohnmacht und Hilflosigkeit machen sich bei den Betroffenen breit.

Die Reaktion eines natur- und umweltbewussten Bürgers aus dem Schwarzwald auf die schockierende Zerstörung seiner Heimat durch die Windkraftindustrie soll hier ganz bewusst und ungefiltert aufgegriffen werden:

Das Video von Jochen Armbruster, alteingesessener Einwohner des mittleren Schwarzwaldes zeigt die schockierende Wirklichkeit des angeblich „naturverträglichen Ausbaus“ der Windkraft. In reliefbetonten Waldgebirgen sind enorme Zerstörungen alleine schon für die Vorbereitung des verheerenden Eingriffes der Windkraftindustrie nötig (man vergleiche mit dem Bild hier). Die Baden-Württembergische GRÜN dominierte Landesregierung will den Windkraftausbau auf Biegen und Brechen. Die LUBW errechnet Potenzial für 20000 Windenergieanlagen…ein Horrorszenario für das einst an landschaftlicher Schönheit gesegnete Bundesland. Hauptverantwortlich: MP Windfried Kretschmann, Umweltminister Franz Untersteller, beide Bündnis 90/Grüne. Die in der Koalition mitregierende CDU hat offensichtlich nichts entgegenzusetzen.
Der Facebookeintrag vonJochen Armbruster (mit freundlicher Genehmigung) zum Windkraft-Wald-Zerstörungswerk auf dem Hohenlochen bei Wolfach/Kinzigtal im mittleren Schwarzwald.
Der Betreiber brüstet sich mit den üblichen Propaganda-Parolen und der „Umsetzung“ der Energiewende: „Die Energiewende in der Region umzusetzen ist das Ziel der Kommunen, Bürger und uns als regionalem Energie- und Umweltdienstleister. Auf dem Hohenlochen bei Oberwolfach und Hausach ist ein Windprojekt in der Umsetzung, mit dem die lokale Energiewende einen Schub erhält: vier Windenergieanlagen des Typs Enercon E-138 mit einer Leistung von je 4,2 MW sollen auf dem Hohenlochen Ökostrom produzieren(…)

Im gesamten Schwarzwald sind – wie im benachbarten Odenwald zig Windkraft-Projekte in Planung, Genehmigung oder Bau. Der Protest engagierter Bürger wird weitgehend übergangen oder mit dem NimBy (Never in my Backyard)-Vorwurf diffamiert.

Wie der Beitrag zeigt, ist ein solch naturfressendes Windkraftindustriegebiet offensichtlich nicht „das Ziel“ aller „Bürger“, wie sich die Badenova als Betreiber großspurig anmaßt.

Wenn die monströsen Bauwerke demnächst stehen, bröckelt erfahrungsgemäß die vorher theoretische Zustimmung in der Bevölkerung.

Dann wird der Beitrag mit weiteren Bildern ergänzt…Grundsätzliches finden Sie hier